Nach Arztgespräch gemeinsam für höhere Dosierung Dronabinol entschieden

Nach einem eingehenden Arztgespräch hatten wir uns gemeinsam für eine höhere Dosierung Dronabinol entschieden, da die bisherige Wirkung äußerst positiv verlief.

Ich hatte meinem Arzt geschildert, dass ich meine bisherigen Erfahrungen gebloggt hatte. Diese Berichte wollte der Arzt lesen, und „zufällig“ hatte ich die ausgedruckt mitgenommen. 😉

Meine ersten Erfahrungen mit Cannabinoid Dronabinol-Tropfen als Schmerzpatient

Weitere Erfahrungen mit Cannabinoid Dronabinol-Tropfen als Schmerzpatient

Dronabinol Flasche

Erhöht wurde insofern, dass ich Mittags, und ggf. zur Nacht zusätzlich 3-4 Tropfen einnehme. Im „Normalfall“ mein derzeitiges

Dosierungsschema Dronabinol-Tropfen

0,2-0,1-0,2 – jeweils 0,1 ml (entspricht 2,5 mg TD)

neues Rezept Dronabinol

„Normalfall“ deswegen, weil wir uns mit Dronabinol weiter herantasten wollen. Auch, wenn zu Anfang zu hoch dosiert wird, extremere Nebenwirkungen provoziert werden könnten. Bei langsamer Aufdosierung lassen sich Nebenwirkungen dagegen minimieren, bzw. umgehen. Bei mir halten sie sich m.E. in Grenzen. Bis auf deutlich mehr Müdigkeit und trockenem Mund, sowie manchmal etwas innere Unruhe (die ich ansonsten so gut wie nie kenne). Nach wie vor gehts auch ab und an auf meinen Kreislauf.

Nebenwirkungen Dronabinol

können sein:

  • Müdigkeit (*trifft öfters zu)
  • Schwindel (ab und zu)
  • Beeinträchtigte Reaktionen (trifft bei voller Wirkung zu)
  • Mundtrockenheit (trifft zu)
  • Vorübergehende Pulsbeschleunigung (trifft nicht zu)
  • Im Stehen vorübergehender Blutdruckabfall (nein)
  • Gerötete Augen (nichts festgestellt)
  • Gesteigerte Sinneswahrnehmung (jau)
  • Durchfall (ab und an)
  • Stimmungsveränderung (nein, eher durchgängig positiv eingestellt)
  • Angst (niemals! im Gegenteil)

Quelle: Weltapotheke
*) meine Ergänzungen in Klammern

Hungergefühl

Nicht aufgezählt wurde, dass das Hungergefühl (nicht Appetit) − zumindest bei mir − enorm gesteigert ist. Statt meiner bisherigen im Mittel 68 kg (mein Wohlfühlgewicht) habe ich etwas zugelegt: etwas über 70 kg (bei 186 cm Körpergröße). Ich kann meinen Hunger aber ganz gut zügeln, denn 1. habe ich kein Bock, mich mit zweieinhalb Zentnern durch die Gegend zu wälzen; und 2. ist jedes Kilo mehr „Gift“ für meine Arthrose, sowie meine Polyneuropathie.

Aktivitäten

Sonst war ich aufgrund meiner Schmerzen kaum in der Lage, längere Wegstrecken am Stück zu bewältigen. Das klappt nun deutlich besser. Zwar auch keine Stunden, aber so um die halbe Stunde am Stück (maximal) gehts schon mal. Wer sich fragen sollte, wie ich längere Touren, wie z.B. unseren Ausflug nach Wremen oder dem Steinhuder Meer geschafft haben sollte − ganz einfach: ich habe zusätzliche Schmerztabletten (u.a. Opioide) eingeworfen, was eben maximal drin ist. Und das zumeist mit entsprechenden Nebenwirkungen.

Nun bin ich des öfteren mal um die 1 bis 2 Stunden spazieren. Dank der Dronabinol-Tropfen fällt eben vieles leichter.

Steigert mein Wohlbefinden, baut Muskulatur auf, und frische Luft tut immer gut. Und nette Leute treffe ich dort eben auch immer wieder. 😉

Und klar, unser Montagscafé lasse ich mir auch wieder seltener entgehen.

unser Montagscafé beim DRK Lehrte mit "Lehrte hilft"

Wenn Nachts „der kleine Hunger kommt“… 🙂

Nachts Matjestopf Hausfrauenart futtern ^^

…gibt es schon mal eine Portion Matjestopf Hausfrauenart. Der Hunger eben. ^^

Und immer wieder Pausen, und chillen. Auch auf meinem Balkon mit neuer Liege.

chillen muss sein ^^

neue Liege auf Balkon

Für meine Entspannung mega wichtig!

Manchmal kommt es vor, dass ich Nachts nicht in den Schlaf komme. Dann „geistere“ ich auch schon mal bis gegen 4 Uhr morgens in meiner Wohnung rum. Erledige liegengebliebenes. Oder putze die Küche. Einfach deswegen, weils mir dann auch gut geht.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Cannabinoide sind kein Allheilmittel

Dessen war ich mir von Anfang an bewusst. Dies äußert sich insofern, dass es nach wie vor Tage gibt, an denen ich morgens wie mit einer Dampframme geplättet aufwache. Erschöpft schon am morgen, und durch und durch mit Schmerzen.

Eine ausreichende Quantität der Evidenz bestehe nur beim neuropathischen Schmerz, so die Autoren. Quelle: siehe Link

Warum schildere ich das darumherum? Einfach deswegen, weil es u.a. Bestandteil des Gesprächs mit meinem Neurologen war, und dieser bestätigte, dass das genauso ok wäre, wie ich damit umginge.

Fazit nach rund 4 Wochen Einnahme Dronabinol-Tropfen

Es geht mir trotz einiger schmerzvoller Phasen nicht nur schmerzmäßig signifikant besser. Und das zählt letztlich für mich. Anfängliche (heftige) Nebenwirkungen zumindest lassen nach. Schmerzattacken sind nur noch selten.

Will sagen: Dronabinol-Tropen helfen mir deutlich mehr, als alle Schmerztherapien zusammen. Und auch alles, was ich bisher an Opioiden etc. geschluckt hatte. Verstärkend noch durch meine Physio (da habe ich nun eine Dauerverordnung beantragt). 

Die „Versorgung“ (Nachschub) ist bestens geregelt. Mein nächstes Rezept soll ich noch vor dem Urlaub meines Arztes abholen, damit ich ausreichend versorgt bin.

Demnächst gibt es ein erneutes Gespräch mit meinem Arzt. Wir wollen schauen, wie es weitergeht.

Achja: eine neue „Baustelle“ wird demnächst angegangen, weil ich das verschieben musste. Mir kam meine Koloskopie mit Folgen dazwischen.

Info
Wie, was, und warum beschreibe ich in meinem Artikel
Schmerz − eine Herausforderung −