Hyposensibilisierung, 4. Termin

Die letzten Termine, was die „Behandlung“ und „Ansprache“ anging, waren in Ordnung. Diesmal war irgendwie der Wurm drin.

Die erste Sprechstundenhilfe so von „oben herab“ die üblichen Abfragen. Ob ich z.B. mein Antiallergikum genommen hätte, was ich verneinte. Habe weitere Fragen mit meiner „Engelsgeduld“ über mich ergehen lassen, und mir gedacht, dass sie vielleicht mit dem falschen Fuß aufgestanden war.

Nächste Sprechstundenhilfe: „Hääär Adler, der Doktor spritzt nicht, ohne dass sie das Mittel vorher eingenommen haben. Die Gefahr ist zu groß, dass sie einen allergischen Schock bekommen.“ „Na gut, dann geben sie mir bitte eine wie beim letzten mal.“ „Nein, wir haben keine mehr, und sie hatten Zeit, sich vorher neue zu besorgen.“

Ohne weiter zu diskutieren hatte ich um ein Rezept gebeten, das Antiallergikum in der naheliegenden Apotheke gekauft, und gleich eingenommen.

Zurück in der Praxis wurde ich gefragt, ob ich die Tablette eingenommen hätte, was ich bejahte. Darauf hin wurde ich aufgefordert, die gekaufte Packung zu zeigen. Gehts noch?

Gab daraufhin eine lautere „Unterhaltung“, in der ich u.a. erwähnte, dass so etwas gar nicht ginge. Es ein Vertrauensbruch sei, wenn mir nicht geglaubt würde. Fazit: Arzt wollte nicht mehr spritzen. „Geht gar nicht, so eine Behandlung“, unser immer lauter werdendes „Gespräch“ auf meinen Ganzkörperschmerz hinweisend. Hatte noch „Patienten(un)freundliche Sprache“ dazu in den Raum gestellt.

Auf „solch eine Behandlung“ kann ich „allergisch reagieren“… 😉

Ergebnis: Arzt spritze das Zeugs.

Diesmal wieder mit erhöhter Dosis: 0,4 mg. Danach die übliche 1/2-Std. Wartezeit.

hyposensibilisierung-zeugs-liegt-bereit

Am selben Tag die bisherigen Reaktionen. Jucken, kleine Schwellung um Einstichstelle herum. Hatte sich in Grenzen gehalten.

Heute: starke Schwellung (etwas mehr, als letztes mal), und heftiges jucken vom Ellenbogen bis ca. Schulterhöhe. Am übrigen Körper, als wenn ich nackend durch Brennnesseln gelaufen bin. „Kribbelig“, wie nach 10 Tassen Espresso.

Die verschriebene Salbe hilft nur zeitweise. Das Antiallergikum tut auch keine Wunder. Ein Kühlpad hilft noch am besten.

Ätzend, im wahrsten Sinne des Wortes, aber ich will da durch. Meine Hoffnung ist, dass es nach den sieben Spritzen erledigt ist.

Ein Artikel zur Hyposensiblisierung mit u.a. Vor- und Nachteilen bei gesundheit.de Hyposensibilisierung: Hilfe bei Allergien

Edit 20.11.2016

Allergische Reaktionen diesmal schneller abgeklungen. Schwellung des Unterarm nur noch marginal, jucken deutlich weniger, Tendenz 0. Vermutlich hilft Antiallergikum dabei.

3 Antworten auf „Hyposensibilisierung, 4. Termin“

  1. hm nun zum 3ten mal gelesen und dennoch immernoch die Frage in meinem Kopf….:Warum hat er das Zeug nicht vorher eingenommen?!“

    Du möchtest Hilfe , dann mußt du auch mitarbeiten. Punkt!

    Die Ansprache etc. geht so allerdings auch nicht! Allerdings vermute ich dies beidseitig bedingt 🙂

    1. Ganz einfach: die letzte Tablette der Verpackung hatte ich Tags zvor genommen.

      Meiner Mitwirkungspflicht als Patient komme ich sehr wohl nach. Hätten mir einfach gleich ein Rezept ausstellen können, ich hatte das Zeug besorgt, geschluckt, und gut wärs gewesen.

      Ansprache: nein, nicht beidseitig bedingt. Der Impuls kam von anderer Seite. Ich habe nur reagiert, nicht agiert. Vermutung ist also falsch. 🙂

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