Krake mit Gambas mediterran

Ich bin dabei, mich fleischärmer zu ernähren, und u.a. ab und zu Fisch zu genießen. Beim Einkauf bot sich an, das Tagesangebot meines Fischhändlers zu nutzen: es gab frische Krake − die wollte ich zubereiten als „Krake mit Gambas mediterran“.

Zugegeben, kein preiswertes „Vergnügen“: einerseits ist es aber kein Gericht für alle Tage, andererseits unvergleichlich lecker. Für den Kraken habe ich knapp 11,00 Euro bezahlt, die Gambas (die auch entfallen könnten) hatten knapp 3,00 Euro gekostet. Mit den übrigen Zutaten wurden zusammen knapp 20,00 Euro ausgegeben.

Mit einem leckeren Salat und Baguette dazu dürfte meine Menge locker für 2 Personen reichen.

Einkauf für Krake mit Gambas mediterran

Einkauf Zutaten für Krake mit Gambas

Krake vorbereiten

Zutaten:
Krake (wenn möglich küchenfertig), Tomaten, Frühlingszwiebeln, rote Zwiebeln, Zucchini, Peperoni, reichlich Knoblauch; Pfefferkörner, Piment (Nelkenpfeffer), Lorbeerblatt, Salz; Olivenöl, etwas Tomatenmark, passierte Tomaten; ggf. Gambas (kann, kein muss); Wasser

Zubereitung:
Den Kraken in einen großen Topf legen. Hinzufügen: Frühlingszwiebeln (1/3 vom Bund) sowie 2-3 rote gepellte Zwiebeln in grobe Stücke schneiden, Saft einer Limette (oder Zitrone), ein Lorbeerblatt, Rosmarin, Pfefferkörner und Piment. Etwas Salz, und reichlich gepellten Knoblauch hinzugeben.

Den Topf mit wenig Wasser füllen (der Krake enthält reichlich Flüssigkeit). Der Krake sollte etwa halb vom Wasser bedeckt sein.

Krake köchelt im Topf

Krake mit Zutaten im Topf

Krake simmert im Wasser

Das Ganze zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, muss die Hitze reduziert werden. Den Kraken ca. 1,5 Stunden mit wenig Hitze köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen, und 15 bis 20 Minuten stehen lassen*.

Krake kleingeschnitten

Krake fertig gekocht

*Tipp:
Prüfen, ob der Krake gar ist: mit einem Messer vorsichtig in das dicke Stück eines Fangarms stecken, um zu sehen, ob das Fleisch zart und weich ist.

(Dieser Krake ist auch eine tolle Basis für ein leckeres Carpaccio, einen frischen Salat oder ein Amuse-Geule, ein köstliches Häppchen!)

Krake mit Gambas mediterran zubereiten

Kraken in grobe Stücke schneiden, ebenso Tomaten, Frühlingszwiebeln, Zucchini, rote Zwiebeln. Die Peperoni halbieren, Kerne entfernen, in feine Streifen schneiden, (reichlich) Knoblauchzehen pellen.

Etwas Olivenöl in eine Auflaufform geben, Krake und restliche Zutaten in Auflaufform verteilen, würzen mit gemahlenem Pfeffer, Salz, Rosmarin, ein paar Chiliflocken (wer es etwas mit bums mag); passierte Tomaten mit etwas Tomatenmark vermengen, über das Gericht verteilen. Mit Limettensaft beträufeln.

Krake und Zutaten in Auflaufform

zum Schluss passierte Tomaten auf Krake-Gemüse-Mischung

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 160° C garen.

Gambas

Zutaten:
Gambas, Olivenöl, Knoblauchzehen

Zubereitung:
Olivenöl erhitzen, Gambas scharf anbraten, Knoblauchzehen hinzufügen − Gambafleisch sollte glasig bleiben(!)

Gambas glasig braten mit Knoblauch

Mein zubereiteter „Krake mit Gambas mediterran“ sollte eigentlich für 2 Tage reichen. Abends habe ich dann doch nicht widerstehen können, und den butterweich-zarten Kraken mit Baguette verputzt.

leckere Gambas zum Schluss hinzu

Beilage: Baguette oder Reis

Korken im Kochwasser zum Kraken?

Zunächst könnte an einen April-Scherz gedacht werden: viele Köche legen einen Weinkorken in das Kochwasser. Es scheint so zu sein, das der Krake mit Weißweinkorken im Kochwasser zarter wird (mit Rotweinkorken solls nicht klappen(?)).

Inwiefern dies nun anerkannt-wissenschaftlich erwiesen ist, kann ich nicht abschließend beurteilen. Ich habe es stets auch ohne Korken geschafft, den Kraken weich und zart hinzubekommen. Es bleibt also Euch überlassen.

Krake mit Gambas mediterran

Info
Nährwerte Tintenfisch (Octopus sp.) frisch
Tintenfisch − Kalorien und Nährwerte
Warenkunde Tintenfische/Kraken

2 Antworten auf „Krake mit Gambas mediterran“

  1. puh, der Kranke wäre nichts für mich, finde ich von der Optik her schon unansehnlich/unappetitlich , mit den Saugern …

    1. Essen ist eben auch immer eine Sache „vom Kopf“ her.

      Für einen Papua ist eine frische fette Made eine Delikatesse, und für einen Inuit die rohe Robbenleber überlebenswichtig… 😉

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