Gewürzkiste

Falsche Gewürze tun ebenso weh wie falsche Töne
− Gioacchino Rossini

Einen Braten falsch zu zubereiten, ist fatal; die Sauce “in den Sand zu setzen”, eine Katastrophe.

Erst mit den entsprechenden Gewürzen werden Gerichte zu einem Gedicht.

Welche Gewürze setze ich ein?

Natürlich kommt es darauf an, um welches Gericht es sich handelt. Ich werde kaum zu Sahnematjes Honig als Süße hinzufügen, eine Prise Zucker gehört aber immer dazu (wie meistens bei gesalzenen Gerichten) − es sei denn, ein Diabetiker ist unter den Essens-Teilnehmenden. Ebenso würze ich süße Speisen meist mit einer Prise Salz, wenn es nicht gänzlich unpassend ist.

Zudem habe ich mich entschieden: “weniger ist mehr”, darum ist
eine Vielzahl meiner bisherigen Gewürze “über die Wupper gegangen”.

was verwende ich?

Basilikum
getrocknet, meist bei Gerichten mit Tomaten als Zutat; ansonsten nur frischen

Bohnenkraut
ein „MUSS“ in Schnippelbohnen-Eintopf, auch im Bohnensalat, möglich auch an Butterböhnchen

Cayennepfeffer
um “Bumms” in’s Gericht zu bringen   😈

Curry
manchmal nutze ich auch fertiges Curry-Pulver, bevorzugt Goa-Curry (scharf)

Ingwer
bei allen asiatischen Gerichten

Kümmel
ein “Muß” an Frühlingsquark; sonst der Verdauung wegen (Sauerkraut); für Kohlsuppe

Kräuter der Provence
bei den meisten mediteranen Gerichten

Lorbeerblätter
ein “Muß” bei Rotkohl, kann bei Ratatouille, sonst selten bis kaum

Majoran
ohne dem geht beim Schweinebraten nichts

Muskatnuß
Verwendung bei allen Kohlgerichten (Blumenkohl, Rosenkohl…)

Nelken
bei Rotkohl unerläßlich; ansonsten eine Orange/Zitrone damit gespickt, verbreitet gutes Aroma

Pfeffer
schwarz-weiß; verwende ich entweder gemörstert, oder mit Pfeffermühle

Paprika-Edelsüß
ein “Löffelgewürz”, also reichlich verwenden; für Goulasch

Paprika-Rosenscharf
Goulasch ohne geht gar nicht

Salbei
bei fettigen Gerichten, Schweinebraten (wenig, da kräftiger Geschmack)

Senfkörner
damit bereite ich mir ab und zu meinen Senf selbst zu; ansonsten mal in eine Bratensauce

Vanille
für Punsch, Glühwein; leergekratze Vanilleschote prima geeignet, um Vanillezucker selbst zu machen

was sonst?

Dill
TK-Ware, sonst frisch; nur die Spitzen verwenden; für Gurkensalat

Estragon
TK-Ware, sonst frisch; für verschiedene Gerichte; in Essig für einen Salat als Estragon-Essig

Knoblauch
TK-Ware vom Discounter (weil frische im Single-Haushalt zum Ende vergammeln), sonst frisch; für Zaziki unerläßlich

Petersilie
TK-Ware, sonst frische Blattpetersilie, da geschmacklich besser

Schnittlauch
TK-Ware, sonst frisch; z.B. als Variante im Tomatensalat, sonst auch zum Frühlingsquark

Sprossen
Radieschen-, Alfalfa-, und div. andere Sprossen würzen teils recht scharf Quark und Salate (selbst gezogen)

Salz
zu guter Letzt: seit ein paar Wochen verwende ich “Flor do Algarve” vom Discounter. Ich habe den Hype um “Himalaya-Salz” o.ä. bisher nie gerafft, und als “SpinnMessingmörsererei” abgetan. Nun weiß ich es besser, das Salz hat Crunch, und schmeckt ganz anders, als mein bisheriges Jodsalz.

Im Quark ist das “Flor do Algarve” eine Köstlichkeit

Der Messingmörser wurde 1981 im Souq in Tunis gekauft, hat bis heute also pi-zeichen-mal-Daumen 35 Jahre seinen Dienst getan. Darin mörsere ich u.a. auch Kümmel und/oder Nelken.

Meine Sicht:
Fertig-Gewürz-Mischungen braucht niemand wirklich

4 Antworten auf „Gewürzkiste“

    1. Guten Morgen Frau Müller… 🙂
      gemörserter Pfeffer ist besser, aber eine Pfeffermühle allemal besser als das fertige Zeug

      1. oh ich habe mir vor Monaten einen Mörser gekauft (Angebot) 😉 Bin aber zu faul zum Mörsern, werde ich aber irgendwann mal mit Pfeffer testen.

        Tach auch 😉

        1. Du wirst es nicht bereuen. Der Pfeffer entwickelt damit ein ganz besonderes Aroma, viel besser, als aus der Mühle. Wichtig: gaaanz fein mörsern, damit Du nicht auf ein grobes Korn beißt.

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