Träume – damals und heute

Unter dieser Überschrift fand ich heut beim Surfen einen Artikel bei „Nichts für Feiglinge”.

Was hatte ich für Träume?

1961

Konkret kann ich mich nicht an Details erinnern. Doch schon sehr früh „wollte ich raus“. Eigenständig sein, und unabhängig.

Geträumt hatte ich als Kind, nicht dauernd auf meine kleinen Geschwister aufpassen zu müssen, um zu spielen. Auch die Familieneinkäufe wollte ich nicht erledigen.

Geträumt hatte ich als Kind fast jedes Wochenende bei uns im Kino für 50 Pfennig Eintritt. Ich wollte so sein wie Tarzan oder Zorro. Oder so ein toller Ritter, wie in den Filmen. Die „heile Welt“ erlebte ich dort bei „Susi und Strolchi“.

zorro

Geträumt hatte ich als Jugendlicher, ein toller Judo-Kämpfer zu werden. Bis mir eines Tages bei einem Wettkampf in meiner Gewichtsklasse meine Kampfgegnerin heftig in den Schritt fiel. Danach hatte ich nur noch Schiss, ausgeträumt nach 3 Jahren Judo.

Geträumt hatte ich, schnell aus damaligen beengten familiären Verhältnissen (45 m2 für 5 Personen) zu entkommen. Hab dafür zwischen 14 und 16 Jahren bei Wind und Wetter auf dem Bau geschuftet (als Ferienjob und wenn es passte). Mit knapp 17 Jahren hats geklappt auszuziehen, weil früh mit meiner Ex eine eigene kleine, aber ausreichend große Wohnung gemietet wurde (seinerzeit mit 21 Jahren volljährig). Traum erfüllt.

Geträumt hatte ich als Heranwachsender, nach meiner Lehre und Bund bis zu meinem Rentenalter in meinem erlernten Beruf zu arbeiten. War aber ausgeträumt, da in meinem Beruf (Schriftsetzer) die „digitale Revolution“ stattfand.

Geträumt hatten wir (meine Ex und ich), zu reisen. Viele davon wurden umgesetzt. Dabei entstand der Traum, Eigentum zu erwerben. Dann, wenn Rentenalter erreicht, Hütte verkaufen, und ab in den Süden, Madeira, Lanzarote, oder so. Kinderwunsch hatten wir verneint, dafür eben „Karriere machen“, Kohle verdienen. Der Traum der eigenen Hütte (Eigentumswohnung) war nach rund 20 Jahren erfüllt. Unsere Bank hatte keine Forderungen mehr, weil abgezahlt − trotz allem, da (viel) zu früh Arbeitslos und krank geworden.

Geträumt hatte ich, mit meiner Ex „alt zu werden“. Und gesund zu bleiben − es blieb bei Träumen.

„Traumhaftes Loch“ zwischenzeitlich auch kennen gelernt. Muss wohl irgendwie dazu gehören, um den Kompass neu zu justieren.

wolken

Träume heute?

Träume nicht wirklich materielles, eher imateriell. Wie Gesundheit und Träume zu erhalten. Und weniger Schmerzen, es wär ein Traum!
Vielleicht auch einige Ausflüge, oder eine kleine Reise − selbstredend so lange kochen, wie es geht. Wenn möglich auch meinen Hobbys frönen, zumindest einigen. Dies sind mehr Wünsche, weniger Träume.

Träume vom Frieden werden wohl (m)ein Wunschtraum bleiben, leider.

Träume davon, wenn die Zeit für mein Abgang kommt, dies ohne Bramborium oder dahinsiechen zu erleben.

Noch ist es aber nicht soweit, bis dahin träum ich meine Träume.

Nebenbei: wird eigentlich schwarz/weiß oder Farbe geträumt?  😉

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