Ganzkörperschmerz/Fibromyalgie und neue Behandlung mit Opioid

In letzter Zeit ging es mit den Schmerzgraden bei meinem Ganzkörperschmerz/Fibromyalgie wieder ständig Bergauf. Das bisherige Opiod wirkte wieder mehr wie *ic-Tac. Zusätzlich zu meinen anderen Schmerzmitteln genommen natürlich.

*Ausgründen besuche ich deshalb seit einiger Zeit wieder öfters meinen Neurologen. Dieser empfahl ein neues, alternatives Opiod. Als Schmerzpflaster alle 3 Tage wechselnd.

Diese Aktion war jedoch (wieder) völlig daneben. Genauso, wie ich mit dem Zeugs. Genauso, wie schon einmal mit einem anderen Opiod.

Ein lesenswerter Artikel zu Fentanyl (Wirkstoff) bei DocCheck: Fentanyl: Heißes Junkie-Pflaster. Zitat: „Fentanyl ist als Rauschmittel in der Drogenszene sehr begehrt, es besitzt eine hohe Reinheit und ist stärker als Heroin.“

Sicher, meine Schmerzen gingen so etwa 1 bis 2 Schmerzgrade herunter − dafür waren mir die Nebenwirkungen einfach zu heftig.

Ich war quasi nicht mehr Ich. Der Beipackzettel „versprach“ einiges in diese Richtung. Etliches davon trat wie geschildert ein. Einiges davon fiel auch meiner Betreuerin vom Ambulant Betreuten Wohnen ins Auge.

Ich und urplötzliche Angst aus heiterem Himmel? Wegen Nichts? Innere Unruhe? Schlaflos bis morgens gegen 5 Uhr? Der ganze Körper juckend, als wenn 4 Wochen nicht geduscht? Grübeln und im Kreis drehen? […]

Meine Persönlichkeit mit diesen Nebenwirkungen schreddern? Nein!

Kalter Entzug

Also erneuter kalter Entzug, auch ohne Ärztlichen Rat, Hilfe oder Unterstützung (ja, mir ist bekannt/bewusst, dass das eine gefährliche Kiste sein kann). Beim letzten kalten Entzug hatte ich meine Erfahrungen sammeln können. Da allerdings heftiger, über 4 Wochen lang.

Grund dieser Aktion mit Opioid?

Meine Kasse (hkk Krankenkasse) hat wiederholt abgelehnt, die Kosten für ein Cannabis-Präparat zu übernehmen.

War wohl den Beteiligten so nicht bekannt. Im Ärzteblatt wurde erwähnt, warum eine Ablehnung erfolgen musste (letzter Absatz, 2. Blatt Ärztblatt, scheint eher eine Farce zu sein).

Als Patient sitze ich (wieder einmal) zwischen allen Stühlen, und soll muss vermutlich erstmal „Versuchskaninchen“ spielen. Ein Anruf bei meiner Kasse ergab, das dort, wie auch anderswo, keine schriftlichen Unterlagen nachzulesen sind. Erst auf Nachfrage wurden mir Wirkstoffe genannt. Welche, auf die halbwegs Chancen bestehen, dass die Kasse die Kosten übernimmt (Dronabinol, Nabilon).

Einiges zu diesem „Hick-hack“ auf dem Rücken Schwerkranker hatte ich im Artikel

Lehrte: Hickhack um Cannabis auf Rezept auf dem Rücken Schwerkranker

beschrieben.

Vom behandelnden Arzt wurde mir signalisiert: „Das wird dies Jahr nichts mehr, wir gehen das nächstes Jahr noch einmal an“. Wiederum wurde mir bestätigt, dass auch dieser Arzt eine Behandlung mit einem Cannabis-Präparat ausdrücklich befürwortet. Zumindest Zeitweise.

Kostenfragen

Kassen mauern u.a. der Kostenfrage wegen (zumindest demnach, was ich u.a. beim Ärzteblatt lesen konnte).

Das jedoch ist eine Milchmädchenrechnung. Denn Opioide − sollte ich diese auf Dauer nehmen − schlagen ebenfalls mit immensen Kosten zu Buche. Oder meine bisherigen Schmerztherapien zusätzlich über jeweils 2 Wochen (die ich mir auf Dauer dank Zuzahlungen finanziell nicht leisten kann), die einerseits lediglich temporäre Wirkung haben (da zeitlich beschränkt), andererseits eben auch kostenmäßig bei Kassen nicht unerheblich zu Buche schlagen.

Auch die Wirksamkeit wird von den Kassen bezweifelt. Das, obwohl seit 5.000 Jahren bekannt ist, das Cannabis/Hanf ein Heilmittel ist? Obwohl weltweit Untersuchungsergebnisse vorliegen?

Obwohl unter Top 6 vom Bundesrat beschlossen wurde, Cannabis Schwerkranken als medizinisches Präparat zu genehmigen?

In Bewegung bleiben

…würde ich gern. Mit Funktionstraining z.B. Auch um zu zeigen, dass ich nicht resigniere. Auch, um der Kasse zu zeigen, dass ich gewillt bin, Alternativen zu nutzen.

Allein mein Wunsch zählt nicht. Auch da macht mir die Kasse ein Strich durch die Rechnung. Anträge dazu wurden zwar durchgewunken, diese sind für mich jedoch unrealistisch. Trocken-Funktionstraining irgendwo außerhalb Lehrters, genauso wie Funktionstraining im Wasser. Alles nur Angebote in Hannover, verbunden mit elender Fahrerei und Öffis nutzend (mangels Auto). Bei anderen Anbietern würde die Kasse die Kosten nicht übernehmen.

Hilfen für schwerkranke Patienten mit (m)einem Arsenal an „Baustellen“ buchstabiere ich anders.

Meine Diagnosen

Diagnosen Stand 2014 letzte Schmerztherapie

2. Seite noch ein paar „Kinkerlitzchen“. Und es sind noch ein paar „Kleinigkeiten“ hinzu gekommen. LWS, und entzündeter Nerv am Hintern… 😕 

Nun denn: weiter so bis irgendwann nächstes Jahr „rumdoktern“.

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