Obst/Früchte

Obst:
essbare, meist saftige Früchte bestimmter Bäume und Sträucher

Früchte:
1. aus dem Fruchtknoten entstehender Teil der Pflanze, der den Samen bis zur Reife umschließt (und der bei bestimmten Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen essbar ist)

2. (landschaftlich) Getreide (Quelle: Duden)

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Ananas
Ananasfrüchte wurden zuerst in Süd- und Mittelamerika kultiviert, und zwar schon lange vor Kolumbus. Für den Export in weiter entfernte Regionen wie Deutschland eignen sich mittelreife Früchte am besten, bei der Ananas-Art „Smooth Cayenne“ zum Beispiel erkennbar an der gelb-rot-braunen Färbung.
Sehr reife Früchte werden meist entweder vor Ort verzehrt, zu Dosenfrüchten oder zu Saft verarbeitet. Frische Ananasfrüchte sind gewachst 4 bis 6 Wochen haltbar. Bitte nicht zu kalt lagern – optimal sind etwa 8 °C.
Baby Ananas ist eine, im Hinblick auf sich ändernde Verbrauchergewohnheiten, ursprünglich in der Karibik auf Kleinfrüchtigkeit gezüchtete Ananasart mit besonders ausgeprägtem, köstlichen Geschmack. Die Früchte sind etwas rundlicher als die der „normalen“ Ananas und haben einen Durchmesser von 5 – 8 cm. Die Schale ist bei der Baby Ananas meist goldgelb gefärbt.
Die wichtigsten Anbaugebiete für Baby Ananas ist heute Südafrika und Mauritius.

Apfel
Diese Frucht hat’s schon Adam und Eva angetan – entsprechend viele Züchtungen sind im Laufe der Zeit entstanden. Allein in Deutschland gibt‘s über 1.500 verschiedene Sorten.
Die meisten davon werden im Herbst geerntet. Dunkel und kühl gelagert, halten sie sich einige Monate. Kleiner Tipp: Lieber getrennt von anderen Früchten aufbewahren, das ausströmende Reifegas könnte diese sonst faulen lassen.
Übrigens: Viele der wertvollen Inhaltsstoffe des Apfels sitzen direkt in der Schale und darunter. Sie wirken vorbeugend gegen eine ganze Reihe von Erkrankungen.

Apfelbeeren
sind trotz ihres leicht herben Geschmacks roh genießbar. Allerdings sollten keine größeren Mengen konsumiert werden, da die Beeren Blausäure enthalten. Sie sollten gut unter fließendem Wasser gereinigt werden. Getrocknet erinnern die Früchte an Rosinen. Frische Früchte eignen sich gut zur Herstellung von Marmelade und Gelee.
Apfelbeeren sind eine Quelle für Vitamin C. In der Volksmedizin gelten Apfelbeeren als Heilmittel.

Aprikose
Aprikosen oder „Marillen“ haben in Deutschland von Mitte Juli bis Ende August Saison. Sie haben den höchsten Anteil aller Obstarten an Carotin bzw. Provitamin A.
Die süßen, aromatischen Früchte lassen sich pur genießen oder zum Beispiel zu Marillenmarmelade weiterverarbeiten. Sind sie beim Kauf noch zu hart? Kein Problem, Aprikosen reifen nach. Und wenn’s schneller gehen soll: Einfach einen Apfel daneben legen!

Asiatische Birne
Die Nashi-Birne wird oft auch als Japanische Birne, Asiatische Birne, Chinesische Birne, Apfelbirne oder Kumoi bezeichnet. Geschmacklich ähnelt die Frucht der Birne und von der Form her eher dem Apfel, mit dem sie allerdings nicht verwandt ist. Das Fruchtfleisch ist sehr hell, sehr knackig und saftig.

Avocado
Der Avocadobaum hat seinen Ursprung in Südmexiko und wurde bereits von den Azteken kultiviert. Die Avocadofrucht, eigentlich eine Beere und die fettreichste Frucht überhaupt. Trotzdem ist sie ein „Cholesterinsenker“, denn ihr Fett setzt sich zum Großteil aus ungesättigten Fettsäuren zusammen.

Banane
Eine leuchtend gelbe Schale und ein milder, süßer Geschmack – das sind ihre Markenzeichen. Die Banane zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde.
Weltweit gibt es etwa 1000 Sorten, die sich auch geschmacklich leicht unterscheiden. Baby-Bananen etwa schmecken besonders süß. Die hohe Energiedichte macht Bananen auch zum perfekten Snack für Sportler. Bananen aber lieber nicht im Kühlschrank aufbewahren – das schadet dem Aroma!
Baby Bananen sind eine Mutante der Gros-Michel-Gruppe der Obstbananen. Sie wachsen auf kleineren Stauden, die Finger sind mit etwa 10 cm etwas kürzer und dicker und sie haben eine dünnere Schale. Sie gelten aber als besonders wohlschmeckend.

Babaco
Die Berg-Papaya wird auch Babaco benannt. Sie enthält insbesondere die Vitamin B, C und E sowie das Enzym Papain. Die Babaco wird frisch verzehrt. Der Geschmack wird als erfrischende Mischung zwischen Erdbeere, Ananas und Papaya beschrieben.

Berberitze (gemeine)
Die roten Früchte der Berberitze sind weitgehend frei von Berberin und Berbamin und daher essbar. Sie sind sehr vitaminreich und schmecken säuerlich. Traditionell werden sie in Europa zur Konfitürenbereitung genutzt. Getrocknet werden sie wie Rosinen z. B. in Müsli gegessen. Die Beeren der Berberitze werden in orientalischen Ländern, vor allem im Iran zum Kochen verwendet. Dort werden sie vor allem zum süß-sauren Würzen von Reis (z. B. Sereschk Polo – „Berberitzenreis“), aber auch von Fisch und Braten verwendet.

Birne
Auch Birnen gehören zu den Obstsorten, die nach der Ernte noch nachreifen. Um die Lagerdauer zu verlängern, werden sie deshalb meist gepflückt, bevor sie vollreif sind. Ob roh oder getrocknet, im Eintopf, auf Kuchen, als Dessert oder pur: Saftige, reife Birnen machen einfach eine gute Figur.

Bitterorange
Die Pomeranze oder Bitterorange wird auch Sevilla-Orange, Bigarade und Saure Orange genannt. In China wurde sie schon im 1. Jahrhundert nach Christus erwähnt. Für den Küchengebrauch spielt das aus der Schale hergestellte Orangeat die größte Rolle.

Blaubeere
Die Heidelbeeren stammen ursprünglich aus Nordamerika und werden auch Blaubeeren genannt. Bereits Hildegard von Bingen hat die Heilwirkung der Frucht beschrieben. Der ernährungsphysiologische Wert der Kulturheidelbeeren und der Waldheidelbeeren ist nahezu identisch.

Blutorange
Die Blutorange ist als Mutation verschiedener Orangensorten im Mittelmeerraum entstanden. Sie hat im Gegensatz zur Orange einen herberen, kräftigeren Geschmack. Der Duft der Blutorange gleicht durch seine erwärmende Wirkung Stimmungen aus.

Brombeere
Keine Beere ist so reich an Provitamin A wie Brombeeren. Sie werden auch Schwarzbeeren oder Kratzbeeren genannt. Sowohl die Früchte, als auch die Blätter können in der Küche verwendet werden. Reif sind die Früchte, wenn sich der zapfenförmige Fruchtboden von der Beere löst.

Clementine
gehören zur Gruppe der Mandarinen. Das Fruchtfleisch ist dunkelorange und sehr saftig.

Cranberry
Die Großfruchtige Moosbeere, auch Cranberry oder Kranichbeere genannt, schmecken herb-sauer und sind nichts zum Pur-Essen.

Curubafrucht
wird auf Grund ihrer Ähnlichkeit zur Banane auch als Bananenpassionsfrucht bezeichnet. Das Fruchtfleisch hat einen säuerlichen Geschmack.

Datteln
sind extrem nahrhaft. Sie enthalten Mehr Fruchtzucker als jede andere Frucht. Zudem sind sie reich an Ballaststoffen

Durian
In Südostasien wird der Durian seit Jahrhunderten angebaut und wird dort auch als „Königin aller tropischen Früchte“ beschrieben.

Drachenfrucht
siehe Pitahaya

Eberesche
Die Früchte sind essbar, müssen aber wegen ihres Gehaltes an eberescheleicht giftiger Parasorbinsäure erst erhitzt werden. Der Verzehr größerer Mengen roher Beeren kann zu Durchfall führen. Die Früchte schmecken herb säuerlich und bitter zusammenziehend. Trotz des sauren Geschmacks enthalten sie viel Zucker (13%). Sie können allein zu einer Marmelade verarbeitet werden, die mit ihrem bitterlichen Geschmack an bittere Orangenmarmelade erinnert. Aber auch gemischt mit anderen Früchten ergeben sich interessante Marmeladenkompositionen. Die Früchte haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und Provitamin A (Carotin). Die Vogelbeerfrüchte können wie Preiselbeeren verwendet werden. In Bayern wird aus den Vogelbeeren ein beliebter und bekannter Magenbitter hergestellt.
Tipp: ein Ebereschenlikör herszutellen geht simpel – Ebereschen/Vogelbeeren gut waschen, von den Stengeln befreien, in ein Gefäß geben, Kandis hinzufügen, und mit Korn oder Wodka aufgießen, mindestens 3 Monate ziehen lassen.

Elsbeere
Die Elsbeere wird auch Ruhrbirne, Atlasbaum, Arisbeere, Arlesbeere, Elzbeere, Alzbeere, Schweizer Birnbaum und Wilder Sperberbaum genannt. Sie hört zu den Kernobstgewächsen.

Erdbeeren
Wusstest du, dass Erdbeeren mehr Vitamin C enthalten als Orangen oder Zitronen? erdbeerenDie leckeren Früchte sind zudem vergleichsweise kalorienarm.
In Deutschland haben Erdbeeren mittlerweile von April bis Oktober Saison. Reif geerntete Erdbeeren schmecken am besten – nach der Ernte gewinnen sie nur noch etwas an Farbe, nicht mehr an Geschmack.
Erdbeeren sind sehr empfindlich und deshalb nur begrenzt lagerfähig. Kaufe am besten feste, kräftige, leuchtend rote Früchte ohne Druckstellen, mit frischen grünen Blättern. Und damit Geschmack und Vitamine nicht mit dem Waschwasser weggespült werden, die Erdbeeren erst nach dem Waschen von Blättern und faulen Stellen befreien.

Feigen
können mit Schale oder geschält roh gegessen werden. Das Fruchtfleisch ist weißlich bis rötlich, weich, saftig und enthält viele kleine Kerne.

Feigenkaktus
ist eine Kakteenart in der Gattung Opuntien (Opuntia) mit essbaren Früchten, den so genannten Kaktusfeigen. Diese werden auch Kaktusbirnen genannt. Die Heimat der Kaktusfeige ist vermutlich Mexiko.

Fliederbeeren, Fliederblüten
Schade, das diese wertvolle Frucht so „vergessen“ ist. Der Schwarze Holunder, mancherorts auch Flieder genannt, galt schon bei den alten Germanen als eine Art Wunderstrauch, welcher in der Mythologie das Heim für die Schutzgöttin Holda bot. Den Beeren und Blüten des Holunders werden auch heute noch heilende Kräfte zugeschrieben.
Die Beeren des Holunders sollten nicht roh verzehrt werden, da sie das Gift Sambunigrin enthalten. Dieses befindet sich in den Samen der reifen Beeren, aber auch in den noch unreifen Beeren und in den grünen Stielen. Sambunigrin spaltet Blausäure ab, wodurch es seine giftige Wirkung entfaltet. Beim Verzehr roher Beeren kann es daher zu Magenkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Allerdings ist das Sambunigrin hitzelabil, so daß es durch Kochen zerstört wird.
Die Beeren sind dann vielseitig verwendbar, beispielsweise als Suppe, Süßmost, Marmelade oder Likör. Sie sind sehr empfindlich und sollten nach dem Abstreifen vom Stiel vorsichtig in stehendem Wasser gewaschen werden. Für ihre Verwendung als Süßmost reicht es, wenn man die Ästchen mit den Früchten rund um den Stiel abschneidet. Allerdings ist es sehr zu empfehlen, grüne Stielteile und unreife Beeren wegen ihres Sambunigringehaltes auszusortieren. Zur längeren Bevorratung kann der Saft der Holunderbeeren auch eingefroren werden und ist so bis zu 12 Monaten lagerfähig.
Aus den Blüten des Flieders kann ein hervorragender Sekt hergestellt werden.

Gojibeere
Die Goji Beere stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und ist in Deutschland auch seit einigen Jahren unter dem Namen Wolfsbeere oder Bocksdorn Beere bekannt.
Enthalten ist unter anderem Vitamin C, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Eisen, Kupfer, Nickel, Chrom, Magnesium, Natrium, Kalzium und verschiedene Aminosäuren sowie Vitalstoffe.
Süß und fruchtig passt sie zu Salaten, in Müsli, getrocknet wie Rosinen oder aber auch als Goji Saft zu fast jedem gesunden Essen. Sogar Tee lässt sich aus getrockneten Goji Beeren aufgießen. Abschließend lässt sich leider kein wirklicher Kritikpunkt finden. Höchstens der stolze Preis.
Info

Granatapfel
Bereits seit Jahrhunderten wird der Granatapfel in der Türkei, Spanien, Ägypten, Tunesien, Iran und Israel kultiviert. Die Frucht wird in den Monaten September bis Dezember geerntet. Der Granatapfelbaum kann eine Höhe bis 8 m erreichen.
Der Granatapfel wird am besten halbiert, dann können ganz einfach die Kerne herausgelöst werden und es bleibt das essbare rötliche Fruchtfleisch übrig. Zur Saftgewinnung kann die Frucht mittels einer Zitronenpresse ausgepresst werden. Gern wird der Granatapfel bei der Herstellung von Speiseeis, Sorbets, Marmeladen und Cocktails verwendet.

Granadilla
stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Die Frucht schmeckt sehr süß und herrlich aromatisch. Den Namen Granadilla erhielt die Frucht von spanischen Eroberern aufgrund ihrer Änhlichkeit zu einem kleineren Granatapfel. Synonym wird die Granadilla je nach Art, auch Süße Passionsfrucht, Grenadilla, Maracuja, Lilikoi oder Grandilla genannt. Granadillas sind eine Art Passionsfrüchte und gehören dementsprechend zur artenreichen Pflanzengattung der Passionsblumen (Passiflora). Botanisch gesehen, sind die Granadilla-Früchte Beeren.

Grapefruit, weiß, rose
auch Pampeluse genannt, ist eine Zitruspflanze. Sie enthält viele Mineralien und Spurenelemente, sowie viel Vitamin C.

Guave
wird auch Guava, Guayaba oder Goiaba genannt und zählt zu den antiken Obstgehölzen.

Himbeere
Ob roh oder als Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft – Himbeeren sind aromatisch, süß und voller Vitamine. Sie reifen nicht nach und sollten deshalb innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehrt werden. Wer länger etwas von den empfindlichen Früchten haben möchte, kann die Himbeeren einfrieren. Damit sie auch dann ihre Form behalten, einfach kurz auf einem Tablett vorfrieren.

Holunder
Den cremeweißen Blüten folgen Büschel kleiner, fast schwarzer Beeren, mit dunkelviolettem Saft. Holunderbeeren enthalten ausgesprochen viel Vitamin C.

Ilama
Die Früchte werden als Obst genutzt. Das Fruchtfleisch wird roh gegessen. Meist werden die Fruchthälften ausgelöffelt, da das Fruchtfleisch am äußeren Rand unangenehm schmeckt.

Johannisbeere (rot, weiß, schwarz)
Die kleinen, säuerlichen Früchtchen werden im Handel in Trauben an ihren grünen Stielen angeboten und sollten in den dargereichten Schälchen nicht vermatscht sein. Absolut frisch sollte die Ware sein, da Johannisbeeren nur kurze Zeit haltbar sind. 100 g rote Johannisbeeren enthalten 139kJ bzw. 33kcal. Sie sind sehr säure- und faserstoffreich, entahlten die B-Vitamine, Vitamin C und viele Mineralien. Die etwas sauren Beeren können mit Zucker bestreut werden, zur roter Grütze oder Konfitüre verarbeitet werden.

Japanische Birne
Die Nashi-Birne wird oft auch als Japanische Birne, Asiatische Birne, Chinesische Birne, Apfelbirne oder Kumoi bezeichnet.

Judenkirsche
Die Kapstachelbeere wird auch Physalis, Blasenkirsche oder Judenkirsche genannt und ist reich an Vitamin A, C und B sowie Phosphor und Eisen.

Kachuma
Die ursprüngliche Herkunft der Birnenmelone sind die Anden. Sie wird auch Pepino oder Kachuma genannt und kann als Obst oder als Gemüse angesehen werden.

Kaki
Die Kaki wird auch Persimone oder Sharonfrucht genannt. Die Kaki, ist die süße, orangefarbene Frucht des Kakibaums. Der Name kommt aus dem Griechischen „Diospyros“ heisst übersetzt „Göttliches Feuer“.

Karambola
Die Sternfrucht oder Karambola gehört zur Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae). Schneidet man die Frucht in Scheiben, entstehen sehr dekorative Sterne, daher auch der Name Sternfrucht. Die Karambola ist in Südostasien beheimatet. Heute wird die Frucht jedoch weltweit in den Tropen und Subtropen kultiviert.

Kirsche
Ob süß oder sauer – Kirschen erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Mit ihnen startet die Steinobstsaison, danach erst kommen Pfirsiche und Pflaumen. Kirschen reifen nach der Ernte nicht mehr nach und sind im Gemüsefach etwa zwei bis drei Tage haltbar. Ihr Fruchtfleisch ist weiß-rötlich bis dunkelrot und reich an verdauungsanregenden Ballaststoffen.

Kiwi
Für den Handel werden Kiwis hartreif geerntet und sofort kühl gelagert. Kiwis sind nachreifende Früchte, so dass sie nach dem Einkauf einige Wochen im Kühlschrank lagerbar sind.
Reife Kiwis geben auf Fingerdruck ein wenig nach, sind aber auch hier noch einige Tage haltbar.
Wenn die Kiwi innen glasig aussieht, der weiße Stiel ziemlich hart und der Geschmack relativ fade ist, ist das ein Zeichen dafür, dass die Frucht zu früh geerntet wurde und billige Lagerware von mehreren Monaten ist.
Die Kiwi läßt sich einmal quer halbiert ideal auslöffeln. Bei einer nicht zu reifen Frucht können Sie auch einen Kartoffelschäler benutzen, um die pelzige Haut zu lösen. Danach beliebig aufschneiden, da das Fleisch relativ fest ist und nicht auseinanderfällt, wie bei einer Erdbeere. Kiwis enthalten das eiweißspaltende Enzym Actinidin und sollten daher nicht in Verbindung mit z.B. Milchprodukten verzehrt werden, da diese sonst bitter werden

Kumquat
Die aus Vietnam und China stammende Kumquat ist umgangssprachlich auch als Zwergorange bekannt. Allerdings gehört die Kumquat trotz ihrer Ähnlichkeit hinsichtlich der Farbe und Schale mit einer Orange, nicht zu den Zitrusfrüchten, ist aber mit ihnen botanisch gesehen verwandt. Die Kumquat hat eine kugelige oder oval-längliche Form mit einem Durchmesser bis 2,5 cm. Sie kann bis 4 cm lang werden. Die Kumquat werden nicht gedüngt, daher ist die Schale essbar. Sie muss lediglich gewaschen werden. Die Schale hat einen aromatischen Duft und schmeckt würzig süß. Kumquats werden gern bei der Zubereitung von Obstsalaten und Desserts verwendet. In Würfel geschnittene Früchte können eingefroren werden und dann als Eiswürfel in Drinks Verwendung finden.

Limette/Limone
Limetten werden wegen ihres intensiven sauren Geschmacks üblicherweise nicht pur verzehrt, sondern finden Verwendung als Zutat, um zubereiteten Speisen einen saureren Geschmack zu verleihen.
Die wichtigste Anwendung dabei sind Cocktails wie Caipirinha, Mojito, Daiquiri, Margarita, Cuba Libre oder Cosmopolitan. Limettensaft ist auch Hauptbestandteil von Lime Juice Cordial, einem Getränkezusatz klassischer Cocktails wie Gimlet.
In Rezepten, die in der Karibik oder den USA entstanden, wurde Limettensaft schon lange eingesetzt. In Europa ist dies erst seit den 1990er Jahren üblich, als Limetten das ganze Jahr über leicht verfügbar und preiswert wurden. Darüber hinaus finden auch Limettensirup und Lime Juice Cordial zum Mixen Verwendung.
Zum Kochen und Backen werden Limetten vor allem in der mexikanischen, arabischen und südostasiatischen Küche eingesetzt. Neben den frischen Früchten finden hier auch getrocknete Limetten und die Blätter der Limettenpflanzen Anwendung. Auch die Spezialität Key Lime Pie aus Florida wird mit Limettensaft hergestellt. Des Weiteren werden aus Limetten ätherische Öle hergestellt.
Nachdem im 18. Jahrhundert erkannt worden war, dass frisches Obst Skorbut verhindern oder heilen kann, wurde vor allem Zitronensaft erfolgreich dazu verwendet. Als man in der britischen Seefahrt auf Limetten und Limettensaft umstellte, brach die Krankheit erneut aus, da Limetten deutlich weniger Vitamin C enthalten als Zitronen.

Litschi
Da Litschis weltweit angebaut werden, sind sie nahezu ganzjährig bei uns erhältlich. Die Erntezeit beträgt nur wenige Wochen. In den Wintermonaten stammt die Ware überwiegend aus afrikanischen Ländern wie Madagaskar, im Frühjahr aus Thailand und von Juli bis September aus Israel.
Litschis verderben schnell bei Zimmertemperatur, daher am besten frisch essen. Geöffnetes Obst sofort verzehren.
Vollreife Litschis lassen sich wie ein gekochtes Ei pellen. Das zarte Fruchtfleisch schmeckt pur am besten. Die Südfrüchte verfeinern zudem Obstsalate und süße Nachspeisen. Als fruchtige Dekoration verschönern sie Cocktails und Bowlen. Für eine raffinierte Vorspeise die entsteinten Litschis mit einer herzhaften Creme füllen. Als Zugabe zu Reis-, Fisch- oder Fleischgerichten munden die Exoten ebenfalls.

Longan
Die zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) gehörende Longan sind enge Verwandte der Litschi und der Rambutan und gedeihen auf bis zu 20 m hohen, immergrünen Bäumen mit sehr dichten Kronen. Die 30 – 50 cm langen Blütenstände erscheinen auf den jungen Trieben und tragen kleine, gelbliche bis bräunliche Blüten.
Die Frucht ist der Litschi sehr ähnlich, jedoch etwas kleiner und mit glatterer Oberfläche. Die Schale ist sehr brüchig, sie lässt sich meist einfach aufknacken. Das Fruchtfleisch ist elfenbeinfarben, weiß oder rosa und Samenkern hin dunkler gefärbt.

Mandarine
In China ist die saftige, süß schmeckende Zitrusfrucht bereits seit einigen tausend Jahren bekannt. Nach Europa wurde sie erst vor gut 200 Jahren eingeführt.
Mandarinen lassen sich besonders leicht mit den Fingern schälen und essen, denn im Gegensatz zu anderen Zitrusfrüchten lässt sich die Haut gut ablösen, und die Frucht teilt sich fast wie von selbst. Die nicht nachreifenden, erfrischenden Früchte haben Hochsaison von Oktober bis Januar. Übrigens: Eng verwandt mit der Mandarine sind die kernlosen Klementinen – eine Kreuzung aus Orange und Mandarine.

Mango
Als Kulturpflanze existiert die Mangofrucht in zahlreichen Ländern dieser Welt. Hierzu zählen beispielsweise Kenia, Elfenbeinküste, Thailand, USA, Pakistan (drittgrößter Weltexporteur), Mexiko, Karibik, Südamerika und Australien. Mango-Kultivierungen in Europa findet man auf den kanarischen Inseln und an der Costa del Sol. Verwendung findet das Obst der Mango als Mangosaft, Marmelade oder Eiscreme.

Melone
Die Früchte sind länglich und das Fruchtfleisch kann grün, weiß, gelb oder rötlich sein.
Zu dieser Gruppe gehören die Honigmelonen. Die Schale ist je nach Sorte grün oder gelb.

Cantaloupe-Melone
Cantaloupe-Melonen stammen ursprünglich aus Cantalupo bei Ascona in Italien. Die runden, manchmal flacherene Früchte sind stark gerippt, auf den Rippen sitzen warzenähnliche Erhebungen, daher auch der Name Warzenmelone.
Die Cantaloupe-Melone ist die wertvollste der Zuckermelonen, weil das Fruchtfleisch sehr aromatisch schmeckt. Allerdings auch die empfindlichste, sie hält sich nicht lange und sollte spätestens eine Woche nach der Ernte verzehrt werden.

Charentais-Melone
Die zur Gruppe der Kantaloupen gehörende Charentais-Melone (aus Frankreich) hat sehr dunkel-orangefarbenes Fruchtfleisch. Die Schalenfarbe variiert von weißgrün bis sandgelb und ist meist durchzogen von dunkelgrünen Streifen. Die glatte Haut ist durch Rippen deutlich markiert. Diese süßen und aromatischen Melonen erinnern im Geschmack an Papayas.

Netzmelone
Die Netzmelone hat ihren Namen von dem korkartigen, weißlich bis hellbraunen Netz, das die Schale überzieht. Das orangefarbene Fleisch schmeckt je nach Sorte mehr oder weniger aromatisch. Sie ist süß, aromatisch und das zartschmelzende weißliche Fruchtfleisch ähnelt dem der Honigmelone. Die Galiamelone enthält sehr viel Vitamin A und etwas Vitamin C.

Galiamelone
Die Galiamelone (Variante der Netzmelone) hat ein Gewicht von ca. 1,5 Kilogramm und eine grünlich gefärbte Rinde, die mit einer netzartigen Struktur überzogen ist.

Ogen-Melone
Eine israelische Kreuzung aus Netz- und Cantaloupe-Melone. Ihre Schale ist glatt und grünlich glänzend. Das weißlich- bis gelblichgrüne Fleisch schmeckt fruchtig-aromatisch und leicht säuerlich.

Wasser-Melone
erfrischend

Mineola
Mineolas erfreuen sich steigender Beliebtheit. Die Frucht entstand aus einer Kreuzung von „Duncan“-Grapefruit und „Dancy“-Tangerine. Charakteristisch ist ihre Glockenform, die durch den höckerartigen Stengelansatz zustande kommt. Die Mineola hat viel Saft, wenig Kerne und ist zartfleischig. Ihre leichte Schälbarkeit hat die Mineola von der Tangerine, den kräftigen Geschmack hingegen hat sie von der Grapefruit.

Mirabellen
auch Gelbe Zwetschgen genannt, sind eine Unterart der Pflaumen. Mirabellenfrüchte werden in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordafrika als Obst angebaut.

Moosbeere
Die Inhaltsstoffe der Moosbeeren sollen ähnlich denen der Preiselbeere (Vaccinium Vitis Idaea) sein, wohingegen das Aussehen in Richtung Cranberry (Vaccinium Macrocarpon) tendiert. Die Blütezeiten der Heidekrautgewächse liegen zwischen Mai und Juli, die Reifezeit im Oktober. Hauptsächliche Vorkommen sind in Skandinavien und Nordamerika anzutreffen.

Nektarine
Nektarinen sind Zuchtformen des Pfirsichs und sind schon seit der Antike bekannt. Bei uns ist es dem Obstbaum etwas zu kalt, am Mittelmeer und Kalifornien werden Nektarinen hingegen in großen Mengen angebaut.
Orange
Wusstest du, dass die Orange eigentlich eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse ist? Die süße Orange ist heute die am häufigsten angebaute Zitrusfrucht der Welt.
Kein Wunder, dass die Orange so beliebt ist – der erfrischende, saftige Geschmack und der hohe Vitamin C-Gehalt sprechen für sich.
Übrigens: Wenn Zitrusfrüchte vor dem Auspressen auf einem festen Untergrund mit leichtem Druck hin und her rollen, lassen sie sich anschließend besser entsaften.

Papaya
Unreife Früchte können wie Gemüse verarbeitet werden und werden unter anderem für Chutneys, Currys, und Salsas verwendet. Im Nordosten Thailands, dem Isan, und in Laos ist Som Tam (in Thai: ส้มตำ, Laotisch: Tam Mak Hung, IPA: ɗam mak huŋ), ein (sehr) scharfer Salat aus unreifen Früchten mit in Fischsauce eingelegten Krebsen und Klebreis das Nationalgericht.

Das reife Fruchtfleisch hingegen schmeckt süßlich, mit etwas Zitronensaft und Zucker oder Ingwer wird der Geschmack noch verstärkt. Auch die Kerne der Papaya sind essbar; sie haben einen scharfen Geschmack, der an Kapuzinerkresse erinnert.

Die Frucht muss beim Kauf gelbliche Streifen oder Flecken aufweisen, dann reift sie noch vollständig nach. Den Grad der Reife kann man vor allem an der Festigkeit erkennen: Je leichter sich die Frucht mit dem Finger eindrücken lässt, desto reifer ist sie. Sie zeichnet sich dann durch einen besonders intensiven und süßen Geschmack aus; lediglich der Einsatz als Dekor kann durch die mangelnde Festigkeit problematisch werden.

Passionsfrucht
Die Passionsfrucht reift schlecht nach, d.h. es sollten keine grünen, sondern nur purpurfarbene bzw. dunkelviolette Früchte gekauft werden. Bei Raumtemperatur ist sie nur wenige Tage haltbar, da die lederartige Haut leicht austrocknet. Im Kühlschrank gelagert hingegen ist sie 3-4 Wochen haltbar. Der optimale Zustand für den sofortigen Verzehr ist aber ein leichtes „Einschrumpeln“ der Haut, hierbei erreicht sie ihren vollen süßauren Geschmack. Auf Grund der widerstandsfähigen Haut ist sie leicht zu transportieren. Mein Tipp zum Genießen: leicht gekühlt, halbieren, auslöffeln – so enfaltet sich die ganze Geschmacksexplosion!

Pfirsich
Klar, reif geerntete Pfirsiche schmecken am besten. Sie sind dann allerdings auch sehr druckempfindlich. Damit es den Transport übersteht, wird das leckere Steinobst deshalb meistens schon gepflückt, wenn es noch hart ist.
Nach ein paar Tagen Nachreife werden die Pfirsiche weich und saftig. Dann heißt es: Schnell genießen, solange sie noch frisch sind!
Wussten Du übrigens, dass Nektarinen eine Mutation des Pfirsichs sind? Einziger Unterschied: Sie haben eine glatte statt der leicht pelzigen Haut. Ursprünglich stammen beide Früchte aus China – dort gilt der Pfirsich sogar als Symbol für Unsterblichkeit.

Pflaume
Die Früchte mit dem harten Kern haben ein saftiges Fruchtfleisch, das nur von einer dünnen Schale geschützt wird. Farben, Formen, Geschmack und Größe unterscheiden sich stark je nach Sorte. Die bekanntesten Vertreter sind Zwetschen, Mirabellen und Renekloden. Zwetschgen sind im reifen Zustand blau oder blauschwarz. Ihr süß-herbes Fruchtfleisch schmeckt roh, getrocknet – und natürlich im Zwetschgenkuchen!

Physalis
Die kleine Physalis wird von hauchfeinen Blättern umgeben, welche die orangefarbene Beere schützen. Die Physalis ist reich an Vitaminen und kann viel mehr als nur nett auszusehen. Zu süßen Speisen und Desserts lässt sich die Physalis hervorragend als essbare Dekoration anrichten.
Ob zu herzhaften Gerichten oder süßen Speisen, die Physalis lässt sich vielfältig in der Küche einsetzen. Quarkpuffer mit Physalis, Physalis-Muffins oder Tramezzini mit Physalis sind nur einige der köstlichen Rezepte mit Physalis, die mit der leckeren „Kapstachelbeere“ möglich sind.

Pitahaya
Die Pitahaya gehört zu den Kakteenfrüchten. Ihre Heimat haben die Früchte in den tropischen und auch subtropischen Regionen Mittel-und Südamerikas. Hier werden die Pitahayas in den Küstenniederungen, als auch Höhenlagen Nicaraguas, Kolumbiens und Guatemalas angebaut. Bei den Pitahaya Früchten gibt es verschiedene Formen und auch Farben. Von gelben Früchten mit einer starken warzigen Schale und einem weißem Fruchtfleisch, sowie schwarzen Kernen gibt es auch rosafarbene Pitahayas. Diese Früchte sind auch unter dem Namen Drachenfrucht bekannt. Das Fruchtfleisch dieser Sorte ist weiß oder auch rot mit schwarzen Kernen.

Pomelono
Die Pomelo entstand 1970 in Israel – als gezielte Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse. Heute wird sie nicht nur in Israel, sondern auch in Südafrika, China und Südostasien angebaut.
Das hellgelbe bis rosafarbene Fruchtfleischs schmeckt frisch mit einer schwach süß-sauren Note. Die Pomelo eignet sich sehr gut für eine diätetische Ernährung, denn sie hat nur wenige Kalorien und viel Vitamin-C.

Pomeranze
Die Pomeranze, die zu den Zitrusfrüchten gehört, kann auf vielfältige Weise genutzt werden. Aus den Blüten wird Neroliöl gewonnen, bei dessen Herstellung als Abfallprodukt Orangenblütenwasser anfällt. Aus den Schalen wird Bitterorangenöl gewonnen, das in der Parfümherstellung Verwendung findet. Aus Blättern, Zweigen und unreifen Früchten wird das ebenfalls zur Parfümherstellung genutzte Petitgrainöl gewonnen, und die Pomeranze selbst enthält diverse Inhaltsstoffe, die medizinisch genutzt werden können, beispielsweise als Fatburner oder zur Behandlung von Erkrankungen des kardiovaskulären Systems. Das Fruchtfleisch wie auch die Schalen können zu Marmelade verkocht werden.

Preiselbeere
Der Zwergstrauch an dem die Preiselbeeren wachsen wird zwischen 10 und 40 Zentimeter hoch. An der Spitze der Triebe hängen in Trauben weiße, gelegentlich schwach rötliche, glockenförmige Einzelblüten. Ab Ende August bis Anfang September reifen aus ihnen in fünf bis sechs Wochen die zunächst weißen, später leuchtend roten Beeren. Preiselbeeren als auch Heidelbeeren werden seit vielen Jahren erfolgreich kultiviert; das wohl bedeutendste Anbaugebiet in Deutschland befindet sich in der Lüneburger Heide. Kulturpreiselbeeren reifen unter guten Bedingungen auch noch ein zweites Mal im September und Oktober.
Preiselbeeren haben einen herb-säuerlichen Geschmack und können nicht roh gegessen werden. Sie werden zu sie zu Kompott, Marmelade, Gelee oder Saft verarbeitet, wobei sie in Verbindung mit Zucker ihr volles Aroma entfalten

Quitte
Es ist die Quitte gewesen, die der Marmelade ihren Namen gab. Die Griechen, die diese Frucht aus dem östlichen Kaukasus importiert haben sollen, kochten die Quitte (melon kydonion) mit Honig (meli) und nannten den dicken Saft, der dabei entstand, „melimelon“. Später importierten die Portugiesen die Quitte unter diesem Namen und nannten sie „marmelo“, woraus letztlich das Wort Marmelade entstand.
Rambutan
Die Rambutan wird auch als „Haarige Litschi“ bezeichnet. Ihr Ursprungsland ist Malaysien. Heute wird die Rambutan auch in Costa Rica, Thailand und Sri Lanka kultiviert. Die Früchte der Rambutan sind kastaniengroß. Die Fruchtschale ist rot, lederartig und in mehrere kleine Felder unterteilt. Diese Felder sind mit langen, weichen, roten oder gelben Stacheln besetzt. Die Stacheln kräuseln sich rund um die Frucht. Das Fruchtfleisch ist weiß und geleeartig. In diesem befindet sich auch ein länglicher Kern. Der Geschmack der Rambutan ähnelt dem Geschmack einer Weintraube.

Sanddorn
Die gelb-orange Sanddornbeere (Hippophaë rhamnoides) verbrirgt sich hinter zahlreichen Namen wie etwa Weidendorn, Dünendorn, Audorn, Fasanenbeere, Haffdorn, Rote Schlehe und Sandbeere. Die Sanddornbeeren sind vergleichsweise weit verbreitet von Ost- und Westasien über Mitteleuropa bis hin nach Norwegen. Ursprünglich als Wildpflanze zwecks Landschaftsschutz eingesetzt, hat sich Sanddorn als zu erntende Kulturpflanze entlang vieler Küstenstriche und Sanddünen der Ostsee etabliert. Sanddorn soll auch unter extremen Wetterbedingungen wie Hitze, Kälte und Trockenheit gut gedeihen können.
Inhaltsstoffe:
Als herausragend ist der Vitamin C Gehalt von Sanddornfrüchten (variiert je nach Sorte) zu beschreiben, der lediglich von der Hagebutte übertroffen werden soll. Über Nebenwirkungen bei der Einnahme von Sanddornöl oder Saft in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ist bisher nichts bekannt.

Satsuma
Die Satsuma ist eine Zitruspflanze, die aus Südjapan stammt. Ihre Früchte sind süß, wenig sauer und fast kernlos. Die Satsuma ist eine sehr alte Kreuzung aus der Mandarine und Orange. Sie wird auch als kernlose „Mandarine“ gehandelt, ist aber nicht identisch mit der Mandarine.

Schlehe
Roh sind sie im Geschmack herb-säuerlich und zusammenziehend, weil stark gerbsäure-haltig. Wenn man sie kocht, bekommen sie aber ein intensives, herbwürziges Fruchtaroma. Die Gerbstoffe sind nicht nur im Saft, sondern auch in geringen Mengen in den Schalen vorhanden.
Schlehen werden milder im Geschmack, wenn sie mindestens einmal richtigen Frost bekommen haben. Hierbei ist man gezwungen, mit dem Pflücken bis in den November, Dezember zu warten. Je nachdem wie das Jahr verlaufen ist kann man schon Anfang /Mitte Oktober wohlschmeckende Früchte ernten.
Es wird behauptet, das man im Zeitalter der Tiefkühltruhe zur frühstmöglichen Erntezeit sammeln kann, um durch einfrieren eine künstliche enzymatische Reifung und einen Abbau des Gerbstoffes herbeizuführen. Dies ist ist umstritten, da am lebenden Strauch (ähnlich wie bei Wein am Stock) die biochemischen Reaktionen weiter/anders ablaufen und wurde durch eigene (Geschmacks-) Tests bestätigt.

Stachelbeere
Stachelbeeren, rot oder weiss, werden etwa seit dem 16. Jahrhundert als Beerenobst angebaut, zur Herauszüchtung der Gartenformen wurden teilweise weitere Arten eingekreuzt. Die zahlreichen, teilweise durch Einkreuzung anderer Arten entstandenen Gartenformen werden vegetativ vermehrt durch Absenker oder Veredelung, beispielsweise als Hochstämmchen, wobei dafür als Unterlage häufig die Gold-Johannisbeere (Ribes aureum) verwendet wird.
Die Früchte werden als Kompott und Kuchenbelag oder zur Marmeladenherstellung und Hausweinveredelung verwendet, häufig aber auch roh gegessen.

Tamarillo
Die Baumtomate stammt aus dem nördlichen Südamerika. Die Tamarillo gehört zu den Nachtschattengewächsen. Heute wird die Tamarillo in Mittel- und Südamerika, Indien, Neuseeland, Afrika und Australien angebaut. Die Früchte der Baumtomate sind eiförmig und können eine Länge von 8 bis 10 cm und ein Gewicht bis 75 g erreichen. Die Fruchtschale ist glatt und kann eine Farbe von Gelb, Rot, Rotbraun oder auch orange vorweisen. Das Innere der Frucht, das Fruchtfleisch, ist gelb bis rot und geleeartig. Der Geschmack ist süßlich bis leicht bitter. Das Fruchtfleisch enthält viele Kerne, diese sind essbar. Die Fruchtschale hingegen ist nicht zum Verzehrt bestimmt. Der Geschmack ist ähnlich der einer Tomate, süßlich und pikant.

Trauben
Kinder mögen sie am liebsten süß und kernlos. Ob die Trauben frisch sind, lässt sich an den prallen, glänzenden Beeren, der natürlichen Wachsschicht und den saftig grünen Rispen erkennen.
Um die Früchte zu schonen, die Trauben am besten erst unmittelbar vor dem Verzehr gründlich waschen. Nach der Ernte reifen Trauben nicht mehr nach und sollten kühl und trocken gelagert werden.

Ugli
Es ist eine eher seltene Zitrusfrucht und eine Art Kreuzung oder ähnliches von Mandarine, Grapefruit und anderen Zitrusfrüchten.

Umbu
Umbu-Fruchtmark wird vielen Multivitaminsäften und exotischen Fruchtsaft-Mischungen zugesetzt. Ebenso ist ein Fruchtaufstrich als FairTrade-Produkt erhältlich

Vogelkirsche
es ist die wilde Form vieler heute angebauter süßen Kirschen-Sorten.

Vogelbeere
Die Vogelbeere oder Eberesche (Sorbus aucuparia, L. ; Syn. Pyrus aucuparia, Gaertner) ist ein Laubbaum in der Gattung Mehlbeeren (Sorbus). Andere Bezeichnungen sind Drosselbeere, Quitsche oder Krametsbeerbaum. Die häufige Bezeichnung als Speierling ist irreführend, da dies der gebräuchliche Name einer anderen Sorbus-Art ist. Die Zugehörigkeit zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae) kann man bei genauer Betrachtung der Früchte gut erkennen; sie sehen wie kleine Äpfel aus.

Weintrauben
Weintrauben sind ein gesundes Obst mit höchst wertvollen Inhaltsstoffen. Die Heilkräfte dieser Frucht sind schon seit alters her bekannt.
Trauben enthalten Traubenzucker, der rasch ins Blut aufgenommen wird und Energie liefert. Wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen sind unentbehrliche Nerven-, Hirn-, Zahn- und Knochennahrung und ebenfalls in der Weintraube vorhanden.
Weintrauben wirken harntreibend, antitoxisch, fördern die Verdauung und regen die Darm- und Nierentätigkeit an. Sie reduzieren die Bildung von Harnsäure und unterstützen Leberfunktion und Gallenfluss.
Der Gehalt an Vitamin A, B und C, Jod und Mangan, an den sogenannten Flavonoiden Quercetin und Myricetin sowie an Frucht- und Traubenzucker machen die Weintraube wie kaum eine andere Frucht zu einem gesunden, vitamin- und mineralstoffreichen Lebensmittel.
Kernlose Trauben sind für Kinder und Menschen mit empfindlichem Magen und Darm besser verträglich.

Wolfsbeere
stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und ist in Deutschland auch seit einigen Jahren unter dem Namen Goji Beere oder Bocksdorn Beere bekannt.
Enthalten ist unter anderem Vitamin C, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Eisen, Kupfer, Nickel, Chrom, Magnesium, Natrium, Kalzium und verschiedene Aminosäuren sowie Vitalstoffe.
Süß und fruchtig passt sie zu Salaten, in Müsli, getrocknet wie Rosinen oder aber auch als Goji Saft zu fast jedem gesunden Essen. Sogar Tee lässt sich aus getrockneten Goji Beeren aufgießen. Abschließend lässt sich leider kein wirklicher Kritikpunkt finden. Höchstens der stolze Preis.
Info

Yang Mei Beeren
Der subtropische Baum „Myrica rubra“ trägt die dunkelrötlich bis violetten Yangmei-Früchte (deutsch: Pappelpflaume), die ein Durchmesser von bis zu 1,5 cm (in kultivierter Form bis 3 cm) erreichen und zur Gruppe der Steinfrüchte gehören. Die immergrünen Yangmei-Bäume erreichen Wuchshöhen von bis zu 15 Metern.
Beheimatet ist der Yangmei-Baum in Ostasien und China sowie Japan, wo die Yangmei-Frucht „yamamomo“ (deutsch: Bergpfirsich) genannt wird. Kultiviert werden die Yangmei Pflanzen auch in Korea oder den Philippinen, vorzugsweise in Höhenlagen zwischen 100 und 1500 Metern.
Verwendung, Zubereitung & Inhaltsstoffe
Die Yangmei-Beeren können zu Saft verarbeitet werden. Als Frischfrucht ist die Yumberry in Mitteleuropa eher unbekannt. Yumberry-Saft ist beispielsweise in ausgewählten Feinkostläden als exotisches Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Anbieter solcher Yumberry-Säfte betonen die Reichhaltigkeit an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien.

Yuzu
Yuzu wird vielfach in der Parfumindustrie verwendet (Öle der Schale) und neuerdings auch in der feinen Küche, da der Saft ein wesentlich komplexeres Aroma als die Zitrone bietet.
Yuzu war in Japan eine der am meisten genutzten Veredelungsunterlagen für die Satsuma, heute meist ersetzt durch die Dreiblättrige Orange. Heute wird Yuzu in Japan zusammen mit Salz und Pfeffer als Gewürz (Yuzukoshō) verwendet.
In Korea wird die feingeschnittene Frucht in Honig eingelegt und mit Wasser aufgegossen, als Yujacha (Yuzu-Tee) getrunken.

Zimtapfel
Der Zimtapfel ist, wie auch die Cherimoya, eine Annonenfrucht und bei uns – wenn überhaupt – in Asia-Geschäften zu bekommen. Kultiviert wird die Frucht in Florida, auf Hawaii, in Ägypten, Indien, Südchina und im gesamten südostasiatischen Raum. Der Strauch oder Baum erreicht eine Höhe von ca. 6 bis 8 m, die Blätter weisen eine Länge von bis zu 17 cm auf.

Zitrone
Sie werden bereits seit dem 13. Jahrhundert in Südeuropa angebaut – bereits im Mittelalter entstanden viele Rezepte mit Zitrone.
Heißer Zitronensaft ist ein traditionelles Hausmittel bei Erkältungen. Er sollte allerdings nicht direkt mit kochendem Wasser aufgegossen werden, denn sonst wird ein Teil des Vitamin C zerstört.
Ein Tipp: Mit der abgeriebenen Zitronenschale lassen sich Kuchen und Süßspeisen verfeinern – dafür eignet sich jedoch nur die Schale unbehandelter Zitronen.