Berlin besucht mit DRK OV Lehrte – Tag der Einheit

Das wird vermutlich mein letzter Berlinbesuch gewesen sein. Zumindest was die „Gestaltung“ angeht. Solche Touren gehen Schmerzmäßig einfach über meine Grenzen hinaus. Doch der Reihe nach. Am Montag kam per WhatsApp die Frage von Achim Rüter (Vorsitzender DRK OV Lehrte), wer am 3.Oktober zum „Tag der Deutschen Einheit“ mit nach Berlin fahren wolle.

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - whatse von Achim

Im Gegensatz zu meinem letzten Berlinbesuch mit dem ICE (mit einer Partei) sollte uns unser DRK-Sprinter fahren. Für Verpflegung sollte jeder selbst sorgen, Fahrt und Kaffee/Tee (aus der DRK-Küche) dafür kostenlos. Um 7:00 Uhr morgens sollte beim DRK Abfahrt sein (für mich quasi mitten in der Nacht, um 5:30 Uhr aufstehen ist absolut nicht mein Ding). Diesmal waren alle 9 Teilnehmenden (fast) pünktlich. Brote wurden noch flott geschmiert, ein paar Äpfel und Kuchen eingepackt, sowie Kaffee, Tee und Wasser/Brause.

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - einladen

Gegen 7:30 Uhr war Abfahrt. Nach einer kleinen Kaffeepause zwischendurch waren wir gegen 10:30 Uhr in Berlin.

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte

Straßen waren etliche gesperrt, etwas weiter ab in der Tiergartenstraße fanden wir einen geeigneten Parkplatz.

Von da ab ging es bis auf 3 U-Bahnstationen nur noch zu Fuß weiter (bis auf meinen Rückweg, später mehr dazu). Vom Parkplatz gings erst am „Sony Center“  vorbei Richtung „Potsdamer Platz“. Dort wurden ein paar alte Mauerreste und Infotafeln angeschaut.

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - an der ehemaligen Mauer

Hier verloren wir uns das 1. mal aus den Augen. Du Gruppe war auf einmal futsch. Per Handy verständigt, dass diese bereits in die U-Bahnstation abgetaucht war.

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - am Potsdamer Platz

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - in der U-Bahn

Ab da gings mit der U-Bahn weiter Richtung „Tränenpalast“ an der U-Bahnstation Friedrichstraße. Einzig an dieser Station war es zu Zeiten der „DDR“ möglich, dass Westbürger im Osten Verwandte besuchen durften. Spätestens Mitternacht musste der Besuch aus dem Westen aber wieder zurück in den Westteil − daher „Tränenpalast“ (Abschiede).

Anschließend gings – wie bereits erwähnt – zu Fuß zum „Haus der Geschichte„. Das war unser primäres Ziel, dort sollte 2-3 Stunden alles besichtigt werden. Ich war schon platt, nachdem ich die (mega langen) Treppen in den 1. Stock hochgestakst war. Da ich vieles beim letzten Berlinbesuch im Erdgeschoss und 1. Stock fast einen halben Tag besichtigt hatte, schaute ich mir oben nur wenig an. Aber einen fast 3/4 Stunde dauernden Bericht über unsere Deutsche Geschichte wollte ich sehen. Das wurde mir jedoch in dem recht kleinen und überfüllten Raum nach knapp einer halben Stunde zu stickig. Also habe ich mich abgemeldet, und bin vor die Tür gegangen. Zwischenzeitlich fings an zu regnen. Eingemümmelt konnte ich mich an einen der Caféhaustische vor der gegenüberliegenden „Museumsinsel“ mit Blick auf den „Berliner Dom“ setzen. Im Erdgeschoß hatte ich während meiner Wartezeit auf den Rest der Gruppe ein paar Motion Lapse Videos und Bilder geschossen. Und bettelnden Spatzen, die mir fast auf meine schmerzenden Füße Futterbettelnd gehüpft sind, hatte ich zugesehen.

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - Blick auf Berliner Dom

Gegen 15:30 Uhr gings weiter zum Brandenburger Tor (Partymeile) − klar, zu Fuß.

16:14 Uhr (genaue Uhrzeit durch kleinen Zwischendreh dokumentiert) ging es, nachdem ich am Kontrollpunkt davor gefilzt wurde, durchs Brandenburger Tor. Die Aufsicht war der Meinung, dass ich meinen Gimbal hätte zurücklassen müssen (vermutlich ein ihm unbekanntes Gerät). Nach Schilderung und Prüfung eines schnüffelnden Polizeihundes auf Ungefährlichkeit ging es weiter.

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - Brandenburger Tor

Und wieder war der Rest der Gruppe futsch, was durch einen kurzen Handyanruf wieder geklärt wurde.  😀 

Wir verabredeten uns nach unserer „Wiedervereinigung“ um 17:30 Uhr wieder am dort versammelten Infostand zu treffen. Eine Stunde also zur freien Verfügung. Ca. 15 Minuten bin ich Richtung „Pariser Platz“ spaziert. Klar, die Preise für Essen und Trinken waren dem Anlass angepasst − anders kann ich mir nicht erklären, das für eine winzige Portion Pommes mit Majo und einer Currywurst XXL knapp 10,00 Euro abzudrücken waren. Ein „dunkles Zuckergetränk“, 0,33 l, kostete 3,50 Euro. Auf die Pommes hatte ich japp, dafür waren 3,50 Euro fällig.

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - Pommes auf Partymeile

Zwischenzeitlich hatte ich der Gruppe angesagt, dass ich keinesfalls den ganzen Weg wieder zu Fuß gehe − *ausgründen. Ich wollte mir eine Taxe nehmen, was aber so gut wie unmöglich war (um das Brandenburger Tor war ja weiträumig abgesperrt). Mit den Fahrzeugschlüsseln ausgestattet, auf der Suche/dem Rückweg, fand ich recht schnell ein Fahrradtaxi. Gut, bei der Kälte im Fahrtwind mit meiner immer noch ätzenden Erkältung ein Risiko, mir richtig einen einzufangen. Das war mir dann aber schnuppe, da die Füße nicht mehr wollten. Fahrradtaxi finde ich im nachhinein übrigens richtig Klasse, das Fahrradtaxi (Rikscha) konnte Querfeldein fahren. Keine 15 Minuten später war ich am DRK-Sprinter, und habe erstmal mein verspätetes Mittag verputzt (mitgenommenes Schnitzel).

Berlinbesuch mit DRK OV Lehrte - Futterpaket

Gegen 20:00 Uhr waren wir schon wieder kurz vor Magdeburg, für eine kurze Kaffee-/Pippipause. 21:47 Uhr hatte ich vor dem DRK-Haus Lehrte noch „Abschiedsfotos“ geschossen, nachdem ich mir eine Taxe für die Heimfahrt bestellt hatte.

22:12 Uhr habe ich meine Haustür hinter mir zugeschlossen, gegen 2:00 Uhr morgens dann sind die Augen zugefallen.

Wir hatten so viel Glück mit unserer Hin- und Rückfahrt auf der A2. Kein Stau, kein Unfall − lediglich die üblichen Geschwindigkeitsbeschränkungen in etlichen Autobahn-Baustellen.

Meine Ausgaben für den Tag insgesamt 17,00 Euro für Taxen, 7,00 Euro für Pommes und „Zuckergetränk“. Ein Tag Berlin also für 24,00 Euro.

Musik: BACK IN YOUR ARMS, www.evermusic.de

Dafür ist der Donnerstag Körpermäßig gelaufen.

Als tolle Draufgabe sind Handwerker seit Tagen bereits ab 7:00 Uhr am Haus renovieren. Mit mehreren Boschhämmern, auf den Dachboden knallende Teerpappen, hämmern – bohren – HÄMMMERN – BOHREN – H Ä M M M E R N – B O H R E N – FLEXEN, einrüsten – umrüsten 😯 …

Vielen Dank an „Lehrte hilft“ für die Übernahme der Spritkosten.

Schreibe einen Kommentar

Neben dem Kommentar werden Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Kommentars, und, wenn nicht anonym gepostet, der gewählte Nutzername sowie die URL gespeichert (Angaben freiwillig). Dazu bitte die Datenschutzerklärung beachten.*