Ressourcen

In den Dokumentationen geht es darum, wie Menschen mit Ihren Ressourcen umgehen. Vieles ist sei Jahren bekannt, ein aufrichtiges Interesse daran etwas zu ändern, haben viele der Verantwortlichen nicht. Ganz im Gegenteil: die Verantwortung wird auf die Verbraucher abgeschoben, Politiker setzen (skrupellos) scheinheilige Vorwände ein, um Zugriffe auf Ressourcen zu sichern, da es wie immer um Manipulation und Macht geht. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen ist zweitrangig. Es wird weiterhin so gehandelt, als hätte der Mensch eine 2. Erde parat.

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Glücklicher Fisch

Ist es überhaupt noch möglich, ohne schlechtes Gewissen Fisch zu essen? Der Filmemacher Frank Diederichs hat weltweit nach Fisch gesucht, den man ohne Bedenken essen kann. Und es gibt ihn tatsächlich: sowohl wild als auch gezüchtet, sowohl im Meer als auch in Teichen.

Worauf muss man achten, wenn man mit gutem Gewissen Fisch essen möchte? Fisch, der nachhaltig gefangen wird, ohne Ausbeutung an Mensch und Natur – gibt es das gar nicht mehr? Die meisten wildlebenden Fische stehen bei Umweltorganisationen auf der Roten Liste. Entweder droht die Art auszusterben, oder die Fangmethoden zerstören das Meer. Um diesem Dilemma zu entgehen, setzt die Industrie zunehmend auf Aquakultur. Doch ist Fischzucht wirklich eine Lösung?

Im Süden Chiles gibt es inzwischen riesige Lachs-Farmen. Das Geschäft floriert: Allein im ersten Halbjahr 2013 exportierte Chile Lachs im Wert von 990 Millionen Euro. Doch Umweltschützer beklagen, dass auch diese Farmen eine rücksichtslose Nutzung des Meeres bedeuten, die die Umwelt zerstöre. Das Wasser könne nicht mehr zirkulieren, das Meer sei zu einem stehenden, kontaminierten Gewässer geworden. Außerdem hätten viele Fischer ihre Lebensgrundlage verloren. Mit gutem Gewissen kann man Fisch aus solchen industriellen Anlagen also auch nicht essen.

In Frankreichs ältester Bio-Aquakultur in Cannes werden Wolfsbarsch, Doraden und Adlerfische gezüchtet. Hier achtet man auf einen schonenden Umgang mit der Natur. Das Futter besteht zur Hälfte aus pflanzlicher Nahrung, und zur anderen Hälfte aus Fischmehl und -öl. Am Ende kommt also mehr Fisch raus, als gefüttert wurde.

In Büsum an der Nordsee versuchen Wissenschaftler, aus Raubfischen wie dem Steinbutt Vegetarier zu machen. Sie hoffen so den großen Bedarf an Fischmehl, der in der gesamten Fischzucht herrscht, reduzieren zu können.

Um Flüsse, Seen und Meere nicht weiter zu belasten, werden immer mehr Aquakulturen auf dem Festland errichtet: Kreislaufanlagen, die aber noch sehr viel Energie benötigen.

Die Dokumentation führt zu kleinen Fischereibetrieben am Meer und zu einer Fischzuchtstation in der Lausitz. Dort züchtet man Karpfen, den perfekten Bio-Fisch, der in vielen Ländern jedoch keinen guten Ruf genießt.

Quelle: MediathekView

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