warum ich gegen den Krieg bin

Und nicht nur den in Syrien − weil keiner der vielen auf der Liste geführten zu einer letztlichen Lösungen führte, sondern das Desaster nur vergrößerte − meistens jedenfalls.

Frankreich hatte seinen Indochina– und Vietnamkrieg, ebenso wie die USA, auch mit Kambodscha. Zimperlich waren Großmächte nie, wenn es um eigene Machtinteressen ging, egal ob es um Nicaragua, Chile, Algerien oder Tibet ging. Die Russen hatten auch „ihr Vietnam“ mit Afghanistan. Auf Europäischen Boden ging es nicht viel anders zu: Irland, Bosnien, Ukraine. Hauptsache, Machtinteressen wurden durchgesetzt, und Ressourcen gesichert. Und es ging um Geld, sehr viel Geld: Bell Helicoters z.B. stand kurz vor der Pleite, mit dem Vietnamkrieg hat sich diese Firma eine goldene Nase verdient. Im Vietnamkrieg verloren die USA über 5.000 Helikopter und Präsident Johnson verdiente daran ca. 1 Milliarde Dollar über Beteiligung an der Firma Bell Helicopter.

Beispielhaft auch Zahlen zum Irakkrieg.

Die Liste ist schier endlos − allein die Eingriffe der USA sprechen Bände…

Zu was haben diese Kriege und Bürgerkriege außer zu Leid, Tod und Elend genutzt? Genau: die Waffenindustrie konnte sich die Taschen vollstopfen, die Machtinteressen der Staaten wurden (scheinbar) durchgesetzt. Noch was? Ja, gute Lobbyarbeit wurde geleistet, und an manchem Wiederaufbau haben sich „Siegermächte“ wieder eine „Goldene Nase“ verdient.

Wie m.E. im jetzigen Syrienkonfliktkrieg. Abgesehen davon, das die halbe deutsche Tornado-Luftflotte Schrott zu sein scheint, soll ja der Rest aufklären. Aber wozu denn aufklären? Ganz sicher nicht, um Landschaftsaufnahmen für den Wiederaufbau zu schießen, oder? Und was will wohl ein Schiff der Marine dort? Sollen ja nicht in Kampfhandlungen eingreifen, so vollgestopft dieser Pott mit Waffen ist, oder?

Bin ja nicht wirklich Militärexperte, aber mit welcher Strategie, welchen Konzepten soll dort vorgegangen werden? Wie lange soll der Einsatz dauern, mit welcher Kostenhöhe?

U.a. Sarah Wagenknecht, die auch mit in diese Richtung argumentiert, bestätigen i.G. das falsche Vorgehen. Wie wäre es, die Milliarden, die nun verpulvert werden sollen (vermutlich wieder einmal mehr mit Urangeschossen?), alternativ einzusetzen? Z.B. dem Islamischen Staat u.a. das Wasser abzugraben, und Finanzen einfrieren, den Waffenhandel zu unterbinden? Die ausfindig machen, die mit dem IS Geschäfte machen, und dagegen angehen? Und überhaupt: gegen was für ein Staat wird dort Krieg geführt? Sind das nicht eher eine Anhäufung von verschiedensten Warlords, also kein Staat? Warum wird nicht in den entsprechenden Ländern massiver gegen Hassprediger vorgegangen, die wie Rattenfänger fungieren? Ich akzeptiere Religionsfreiheit. Es kann und darf aber nicht sein, das hier der Boden für Gewalt geebnet wird. Beispiel dazu hier.

Und nein, mein Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Miersch liegt falsch mit seiner „Persönliche Erklärung zum Einsatz in Syrien […]“. Solcher „Beistand“, bzw. Allianzen haben nicht nur einmal zu einer Katastrophe geführt, wie z.B. dem 1. Weltkrieg, Stichwort „Entente„.

Was könnte denn nun passieren, wenn dort nach Saddads Tonnenbomben und dem Terror des IS nun eine Allianz ohne Mandat(?) den letzten Rest mit einem Bombenteppich belegt? Die Antwort überlasse ich meinen Lesern…

Wenn ich nun schon soweit ausgeholt habe, noch eine Frage, über dessen Konsequenzen vielleicht wenige Gedanken verschwenden: was wird sein, wenn erst Klimaflüchtlinge in ungeahnten Menschenmengen kommen?

Auf solche Weltspinner wie Naidoo und Todenhöfer gehe ich erst gar nicht weiter ein, lohnt nicht wirklich.

Ich weiß nicht, mit welchen Waffen wir im dritten Weltkrieg kämpfen werden, aber ich weiß, mit welchen im vierten: Mit Keulen und Steinen
Albert Einstein

meine Sicht:
lernt denn niemand aus der Geschichte dieser scheinbar nie endenden Katastrophen?
Statistiken erspare ich mir mal, denn was sagen diese schon über das Leid aus?

Quelle: YouTube

Edit

Um Mißverständnisse auszuschließen: ja, ich würde zur Waffe greifen, wenn das Leben anderer oder meins bedroht werden würde. Das hat für mich etwas mit Selbstverteidigung zu tun, nicht mit Angriff.