Zombies

In einer sich ständig ändernden Welt voller Kühle, Mißgunst, Liebe, Hass und Wertschätzung entwickelt sich schleichend etwas, was mich an den Zauberlehrling von J.W.v. Goethe erinnert

„Die ich rief, die Geister,
Werd’ ich nun nicht los“

Menschen haben es geschafft, mit einem Milliardenprogramm auf dem Mond zu landen (21. Juli 1969). Jahre später wird festgestellt, dass das heute so unmöglich wäre. Den damaligen Computercode kann niemand nutzen, weil ihn niemand mehr „anwenden“ kann.

mondlandung

Wird sich der Mensch mit Hilfe der sich rasant fortentwickelnden Technowissenschaften (Biotechnologie, Nanotechnologie, künstliche Intelligenz etc.) selbst abschaffen?

Wenn ja, in welcher Form? Wird die weitere Technisierung der Gesellschaft und menschlichen Lebenswelt in eine Epoche des von einigen gefeierten „Transhumanismus“ führen, in der wir mit der Technik verschmelzen und so zu „besseren“, körperlich und geistig leistungsfähigeren Menschen werden?

Kündigt sich gar der „Posthumanismus“ an, die Ära der überlegenen Maschinen?

Maschinen und neue Technologien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber nicht jedem ist bewusst, wie abhängig sie machen und wie sehr sie das Verhalten und die Denkweise der Menschen beeinflussen. So schlagen Wissenschaftler, Philosophen und Antitechnologie-Aktivisten immer lauter Alarm gegen den beschleunigten Vormarsch der Technowissenschaften.

transhumanismus

Werkzeuge aller Art sind dazu da, das Leben zu erleichtern und Zeit zu gewinnen. Bionische Prothesen, künstliche Intelligenz, immer autonomere Roboter sowie medizinische und militärische Forschungsarbeiten aus den Bereichen der Neurowissenschaften, der Molekularbiologie und der Genforschung haben eine neue Ära eingeläutet, die „Transhumanismus“ genannte Technisierung der menschlichen Gesellschaft. In den Vereinigten Staaten, in Asien und Europa scheint sich diese Denkrichtung immer mehr zu verbreiten. Die sogenannten Techno-wissenschaften sind inzwischen in der Lage, die körperlichen und geistigen Kapazitäten der Gattung Mensch zu verändern und sie können neue, künstliche oder hybride Lebensformen schaffen. In einem Atemzug mit dem Transhumanismus kündigt man sogar schon den Posthumanismus an, ein neues Entwicklungszeitalter, in dem die künstliche Intelligenz dem Menschen überlegen sein wird.

Das größte Problem mit dem Fortschritt ist – auch die Nachteile entwickeln sich weiter − Ernst Ferstl

Bedeutet dies eine revolutionäre Neuerfindung von Körperlichkeit und Leben, oder legt diese Entwicklung den Menschen lediglich in neue Ketten einer anderen Form des schleichenden Konformitätsdrucks, vor dem Wissenschaftler, Philosophen und Antitechnologie-Aktivisten warnen?
(Quelle: u.a. arte)