wie wächst Schokolade

Natürlich wächst Schokolade nicht an Bäumen, wohl aber der Kakao, die wichtigste Zutat von Schokolade. Allerdings nicht hier bei uns, sondern im Tropischen Regenwald, z.B. in Südamerika und Afrika. Bis der Kakao bei uns in einer Schokoladentafel landet, ist es ein kakaoweiter Weg. Die Früchte des Kakaobaumes sind je nach Sorte gelb, orange oder violett und sehen aus wie Rugby-Bälle. Sie wachsen direkt am Stamm und an den großen Ästen des Baumes, der ungefähr so groß wie ein Apfelbaum ist.

Ernte der Kakaofrüchte

kakao-frucht-halbWenn sie reif sind, werden sie mit einem Messer vom Baum abgeschlagen. Im Inneren der Früchte sind 20 bis 60 Samen, die “Kakaobohnen” genannt werden. Diese Bohnen sind eingebettet in eine glibbrige Masse, die “Fruchtpulpe”, die sehr süß und lecker schmeckt.
Obwohl die Pulpe sehr gut schmeckt, braucht man um Schokolade herzustellen nicht sie, sondern die Kakaobohnen. Nach der Ernte werden die Kakaofrüchte aufgeschlagen und die Bohnen zusammen mit der Pulpe von Hand herausgelöst, in Kästen gegeben und abgedeckt.

Nun beginnt die sogenannte “Fermentation”, der Zucker beginnt zu gären und es laufen verschiedene Umwandlungen in der Kakaobohne ab, die den guten Geschmack erzeugen. Dabei steigt die Temperatur auf 40 bis 50°C. Damit die Kakaobohnen nach der Fermentation nicht anfangen zu schimmeln, werden sie ausgebreitet und in der Sonne getrocknet. Schließlich werden sie mit dem Schiff nach Deutschland oder in andere Länder gebracht, wo sie dann weiter verarbeitet werden.

Man kann die getrockneten Kakao-Bohnen essen, aber sie schmecken eher bitter, vor allem die weniger guten Sorten. Sie sind trotzdem wertvoll, weil man aus ihnen zwei wichtige Produkte gewinnt, die man auch zur Herstellung von Schokolade braucht: Kakaomasse und Kakaobutter. Außerdem wird aus den Bohnen auch das Kakaopulver gemacht.

Wenn die Bohnen in den Verbraucherländern angekommen sind, werden sie in Fabriken gereinigt und anschließend geröstet. Dabei entsteht das typische Aroma und die braune Farbe. Die Schalen werden entfernt und die Bohnen werden in großen Kakaomühlen zu einem dickflüssigen Brei, der Kakaomasse zermahlen. Aus dieser Masse kann ein wertvolles Öl, die Kakaobutter abgepresst werden.

Was ist Schokolade?

Schokolade ist ein Lebens- und Genussmittel, dessen wesentliche Bestandteile Kakaoerzeugnisse und Zuckerarten, im Falle von Milchschokolade auch Milcherzeugnisse sind. Schokolade wird in reiner Form genossen und als Halbfertigprodukt weiterverarbeitet. Das Wort leitet sich vom Namen des ersten kakaohaltigen Getränks ab, dem xocóatl oder xocólatl [ʃokolaːtɬ] (Nahuatl: xócoc ‚bitter‘, atl ‚Wasser‘; also ‚bitteres Wasser‘ oder ‚Kakaowasser‘) der Azteken in Mexiko. Dabei handelte es sich um eine Mischung aus Wasser, Kakao, Vanille und Cayennepfeffer.

Wie bringt man Schokolade in Form?

KakaobutterAus Kakaomasse wird schließlich Schokolade gemacht. Sie wird mit etwas Kakaobutter und Zucker vermischt und danach gewalzt. Wenn man Milchschokolade möchte, muss man noch Milch- oder Sahnepulver zugeben. Ganz wichtig ist der nächste Schritt, das “Conchieren”. Dabei wird die Schokoladenmasse gerührt, verliert ihren noch eher bitteren Geschmack und wird geschmeidig. Für schokoladigen Glanz und zarten Schmelz muss besonders langsam, stundenlang und bei niedrigen Temperaturen gerührt werden. Danach wird die Masse in Formen gefüllt, abgekühlt und als fertige Schokoladentafel aus der Form gelöst.

Kakao bei den Azteken und Mayas

kakao1Der Ursprung des Kakao liegt in Mittelamerika, im Gebiet des heutigen Mexiko, Guatemala und Honduras. Dort lebten die Völker der Azteken und Mayas. Die Vorfahren der Azteken und die Mayas bauten bereits um das 4. Jahrhundert nach Christus Kakao an. Aus gemahlenem Kakao, mit Chilli, Vanille und Honig gewürzt, bereiteten die Azteken einen wahrhaften Powerdrink, die “Xocolatl”. Die Kakaobutter verwendeten sie als Medizin oder Kosmetik.

Quelle: Vimeo, Norman Patenge

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