warum ich Facebook so toll finde, Teil II

Mein vorheriger Beitrag endete u.a. so:

Das, liebe MitleserInnen, ist mir über. Ich habe keinen Bock, mich blöden Regeln eines eigentlich überflüssigen Mediums zu unterwerfen. Ich sehe nur noch eine einzige Möglichkeit, raus aus vielem, letzte Konsequenz wird vielleicht das Löschen meines Accounts sein.

Da steht z.Zt. allerdings noch mein Cookasa dagegen. Und Facebook als „Linkschleuder“…  :mrgreen:

Mittlerweile habe ich so viel Murks auf diversen Seiten, wie bei „Pegida“, in „Richtung Pegida“, der „NPD“, „Pegida-AnhängerInnen“ und „AfD“ (als Beispiele) quergelesen, dass mir manches vorkommt, als wenn nur ein Ventil benötigt wird.

Ganz bestimmt habe ich nicht alle Seiten in diese Richtung mitbekommen, muß ich auch nicht, bisherige reichen mir.

Ganz bestimmt bezeichne ich allerdings Menschen mit „zündenenden Ideen“, die meinen so eine Lösung herbeiführen zu können, als Verbrecher, die morden, um ihren politischen(?) Willen durchzusetzen. War da nicht schon mal ähnliches in unserer Geschichte?

Sollte es mehr sein, als Stimmung machen? Denn da werden Galgen gezeigt und eine Guillotine, da sollen Menschen gehängt und geköpft werden. Für Politiker, oder ein System, welche(s) demokratisch legitimiert handelt. Zugegeben, manchmal mag nicht jedermann mit politischen Entscheidungen konform gehen, aber soll Gewalt die Lösung sein? Ist doch nicht nur einmal schief gegangen, Beispiel eines „Änderungsversuches“: „Baader-Meinhof“ − ging auch in die Hose. Angst, Furcht und Gewalt sind immer schlechte Ratgeber, war nie anders.

Erinnert mich eher an die Französische Revolution, oder die Russische. Wann wird wohl das erste Marine-Schiff, wie seinerzeit die Aurora oder der Panzerkreuzer Potemkin, für eine kleine Revolution gestürmt? Oder ist das nicht alles eher als „Sturm im Wasserglas“ zu betrachten, wo sich ein paar Tausende, manche davon vielleicht wirkliche „besorgte Bürger“, nach „Stammtischmentalität“ hochschaukeln? Immer schön anonym in der Masse? Nur − jede Revolution hat bisher „ihre Kinder gefressen“, oder welche änderte etwas zum Positiven? Selbst wenn, meist für kurze Zeit, kam später die Quittung, egal welcher Couleur.

GuillotineIch bin überzeugt, dass viele von deren Anhängern keine oder kaum mit den Betroffenen in Kontakt getreten sind, um darüber zu sprechen, nicht nur reden. Gilt auch für Politiker, die Menschen, auch wenn diese „anders gepolt sind“, als „Pack“ bezeichnen. Das ist auf beide Seiten projeziert kein Umgang auf Augenhöhe.

Erinnert mich auch an lokale Facebook-Seiten −  da gibt es Menschen, die mit einem gefakten Spiel „Schiffe versenken, jetzt mit Flüchtlingen an Bord“ meinen, dass das ironsch gemeint sei, wenn solches gepostet wird. „Echt lustig“, wann werden Kreuzfahrtschiffe dazu verwendet? Oder kommt als nächster „ironischer Gag“ wieder die Behauptung, Juden sind „freiwillig „duschen“ gegangen“, um anschließend wie so oft zu behaupten, „wir haben von all dem nix gewusst“?

Gehe ich gegen solche öffentlichen Postings an, trennt sich plötzlich die „Spreu vom Weizen“. Plötzlich soll ich der sein, der „hetzt“, nur weil ich Kontra gebe? Da wird behauptet, dass das alles zuviel bei mir auf der Seite sei. Erinnert mich an Spliff: „lieber die Augen zu„, denn den Medien wird sicher auch umgehend wie bei mir geschehen, die „Freundschaft“ gekündigt. Haben andere Menschen die Weisheit mit Löffeln genossen, die meinen, wir, „das Volk“, werden „von denen da oben“ verraten? Wer ist denn überhaupt „Wir, das Volk“, wer „die da oben“?

Darum „finde ich Facebook so toll“:

„andere Meinung? − klick, Freundschaft beendet“
„ich habe gehört, dass du… (Gerücht)! − klick, Freundschaft beendet“
„unliebsame Postings? − klick, Freundschaft beendet, geblockt“

…stelle mir das gerade in der realen Welt vor − „klick, Freundschaft beendet, geblockt“  😈

Menschen können sich nicht ändernHab ich übrigens jetzt ebenfalls bei den Menschen getan, die wohl nicht anders können, obwohl mal gemeint wurde, „Menschen können sich trotz ihrer (schlecht erlebten) Vergangeheit ändern“. Bei manchen ist dies durch „Merkbefreitheit“ ein sinnloses Unterfangen, Rassisten bleiben Rassisten, oder? Ich hab zumindest noch keine anderen Beispiele kennengelernt.

Warum bleibe ich mit meinem Account online? Nun, es gibt da ein paar wenige Gruppen, die ich noch auf diesem Weg nutzen möchte, wie lange, steht in den Sternen − „wir wissen es nicht“…

Anmerkung zu Geschildertem: nein, ich habe keine „rosa Brille“ auf, vieles sehe ich kritisch, setze mich aber nicht mit Gewaltbereitschaft, sondern kontrovers verbal nach einer möglichen Lösung findend damit auseinander. Somit habe ich mal mein Süppchen beigetragen.

meine Sicht:
Facebook empfinde ich mittlerweile als Prallelwelt, oder wie die „Welt am Draht„. Ist real, aber fern jedem Realen − mal insgesamt betrachtet − ist in weiten Teilen ne Mischung aus „*ILD, *uper-Ilu und *türmer, manchmal noch schlimmer,oder? 😈

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